Japaner suchen händeringend einen Partner
Peugeot dementiert Kooperation mit Mitsubishi

Der französische Automobilbauer Peugeot hat spekulative Zeitungsberichte über eine enge Kooperation mit der angeschlagenen japanischen Mitsubishi Motors zurückgewiesen.

HB PARIS. „Wir haben kein Kooperationsprojekt mit Mitsubishi, auch nicht für die Zukunft“, sagte ein Sprecher von PSA Peugeot Citroen am Freitag in Paris. Die Tokioter Zeitung „Nihon Keizai“ hatte berichtet, MMC könne mit einer Kapitalspritze von Peugeot rechnen, nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders NHK sollte MMC sportliche Geländewagen (SUV) und Minivans an die Franzosen liefern, die vor allem in den USA gebaut werden sollten. Eine entsprechende Vereinbarung könne schon in der kommenden Woche unterzeichnet werden.

Mitsubishi Motors sucht offenbar händeringend nach einem oder mehreren Partnern, die dem Konzern helfen könnten, seine unterausgelasteten Fabriken besser zu beschäftigen. Schon am Donnerstag zuvor war in japanischen Medien über Gespräche mit Nissan über den Bau von Kleintransportern berichtet worden, die in Japan dank Steuervergünstigungen annähernd ein Drittel des Pkw-Markts ausmachen. In Unternehmenskreisen wurden die Gespräche inzwischen bestätigt.

MMC bezeichnete den Bericht über Peugeot als Spekulation, räumte aber ein, die Möglichkeit von Partnerschaften in einzelnen Sparten zu prüfen, um die Sanierung des Konzerns zu beschleunigen und schnellstmöglich wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Mitsubishi hatte im Mai einen Sanierungsplan ausgearbeitet, nachdem Großaktionär DaimlerChrysler die finanzielle Unterstützung aufgekündigt hatte. Der deutsch- amerikanische Konzern hält noch knapp 22 Prozent an MMC.

PSA Peugeot-Citroen hat im dritten Quartal mit 12,80 (Vorjahr: 12,20) Mrd. Euro trotz der Schwäche am Kernmarkt Europa 4,9 Prozent mehr umgesetzt als vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einer Zunahme um 4,8 Prozent auf 12,78 Mrd. Euro gerechnet. Für die ersten neun Monate bezifferte der Automobilbauer den Umsatz am Donnerstag auf 41,74 (40,12) Mrd. Euro. Der wachsende Wettbewerb drücke auf die Margen, hieß es weiter. Dennoch rechne der Konzern weiterhin damit, im Gesamtjahr ein mäßiges Absatzwachstum sowie eine konsolidierte operative Marge auf Vorjahresniveau zu erzielen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%