Japanischer Autobauer: Gewinn von Honda bricht beinahe um die Hälfte ein

Japanischer Autobauer
Gewinn von Honda bricht beinahe um die Hälfte ein

Die Überschwemmungen in Thailand und der starke Yen haben bei Honda kräftig auf den Gewinn gedrückt. Im Quartal brach der um 41 Prozent ein - die Prognose für das im März endende Geschäftsjahr ist noch düsterer.
  • 0

TokioDer Autohersteller Honda erwartet wegen der Naturkatastrophen in Japan und Thailand einen deutlichen Rückgang seines Betriebsgewinnes. Der drittgrößte japanische Autobauer war besonders stark von den Überschwemmungen in Thailand sowie der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im Heimatland betroffen und erholt sich davon langsamer als die Konkurrenz. Das Betriebsergebnis des im März endenden Geschäftsjahres werde voraussichtlich auf rund 200 Milliarden Yen (zwei Milliarden Euro) sinken, teilte Honda am Dienstag mit.

Damit bleibt der Konzern weit hinter den Erwartungen von Analysten zurück, die im Durchschnitt mit 283 Milliarden Yen gerechnet hatten. Die ursprüngliche Prognose von 270 Milliarden Yen kassierte Honda wegen Unsicherheiten über die Wiederaufnahme der Produktion in Thailand sowie den Folgen des vergleichesweise hohen Yens schon Ende Oktober.

Für das Gesamtjahr rechnet Honda auch unter dem Strich mit einem Gewinneinbruch, und zwar um 60 Prozent. 2011 fiel die weltweite Autoproduktion bei Honda um ein Fünftel auf 2,9 Millionen Fahrzeuge und lag damit erstmals seit acht Jahren unter der Marke von drei Millionen.

Nach den Überschwemmungen in Thailand soll die Produktion in dem Werk im April wieder auf vollen Touren laufen. Die Ausfälle ließen das Betriebsergebnis von Oktober bis Dezember um 65 Prozent einbrechen. Honda legte als erster japanischer Autobauer Quartalszahlen vor. In der kommenden Woche folgen Toyota und Nissan.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Japanischer Autobauer: Gewinn von Honda bricht beinahe um die Hälfte ein"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%