Japanischer Chipkonzern
Autozulieferer Renesas mit roten Zahlen

Der japanische Chipkonzern Renesas hat im Geschäftsjahr 2010/2011 rund eine Milliarde Euro Verlust angehäuft. Restrukturierungskosten und das Erdbeben in Japan haben den Zulieferer der Autoindustrie schwer belastet.
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TokioDas Jahrhundertbeben in Japan hat den Chiphersteller Renesas tief in die roten Zahlen gedrückt. Der Verlust im Geschäftsjahr 2010/2011 belief sich auf 115 Milliarden Yen (rund eine Milliarde Euro), wie das japanische Unternehmen, das ein wichtiger Zulieferer der Autoindustrie ist, am Mittwoch mitteilte. Der Verlust war wegen der Naturkatastrophe und Restrukturierungskosten erwartet worden. Er sei aufgrund des Zusammenschlusses von Renesas Technology mit NEC Electronics nur schwer mit dem des Vorjahres vergleichbar. Auf vergleichbarer Basis hätte der Konzern im Geschäftsjahr bis März 2010 einen Verlust von umgerechnet knapp 1,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

Für das bis März 2012 laufende Geschäftsjahr will der Konzern erst im Juli eine Prognose abgeben.

Japanische Autohersteller mussten ihre Produktion weltweit wegen Nachschubproblemen nach der Naturkatastrophe vor zwei Monaten drosseln. Honda und Nissan sahen zuletzt Hoffnungszeichen, schneller als zunächst geplant zum alten Produktionsniveau zurückkehren zu können.

Renesas-Papiere legten am Mittwoch vor der Mitteilung nach Börsenschluss um fast sechs Prozent zu. Die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ hatte berichtet, das Unternehmen wolle die Fertigung in einer bei dem Beben beschädigten Anlage im Juni schrittweise wieder aufnehmen. Bis Oktober solle dann die volle Kapazität erreicht sein. Bereits vor einer Woche hatte Renesas mitgeteilt, schneller als zunächst erwartet die Fertigung wieder aufnehmen zu können.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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