Industrie
Jenoptik bekräftigt nach Ergebnisrückgang Jahresprognose

Der Jenoptik-Konzern will trotz eines rückläufigen Ergebnisses im ersten Halbjahr sein bisheriges Jahresziel schaffen. Das im TecDax notierte Unternehmen bekräftigte am Mittwoch seine Prognose, laut der im laufenden Jahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 60 und 70 Mill. Euro erwirtschaftet werden soll. Bisher hat Jenoptik hiervon allerdings erst knapp ein Drittel erreicht. Für das zweite Halbjahr kündigte der Technologiekonzern Belastungen im einstelligen Millionen-Euro-Bereich im Zusammenhang mit der bevorstehenden Trennung von der Anlagenbausparte M+W Zander an.

dpa-afx JENA. Wie das Unternehmen in Jena mitteilte, belief sich das Ergebnis in den ersten sechs Monaten auf 21,1 Mill. Euro, nach 35,9 Mill. Euro. Der Konzern bilanziert seit dem ersten Quartal nach Ifrs und hat die Vorjahresergebnisse entsprechend angepasst. Analysten bewerteten die Halbjahreszahlen als "im Rahmen der Erwartungen". An der Börse rutschte die Jenoptik-Aktie allerdings kurz nach Handelsbeginn um 1,82 Prozent auf 8,07 Euro und war damit einer der schwächsten TecDax-Werte.

Unter dem Strich verblieb im ersten Halbjahr für Jenoptik ein Reingewinn von 0,8 Mill. Euro nach 5,5 Mill. Euro im Vorjahr. Der Jenaer Konzern will das Ergebnis allerdings nicht als Rückschritt verstanden wissen, da im vergangenen Jahr Einmalerträge in Höhe von 26 Mill. Euro die Bilanz aufgebläht hätten. Diese herausgerechnet, hätte der Konzern sowohl operativ als auch beim Reingewinn besser abgeschnitten.

In den Vorjahreszahlen sind zudem die Ergebnisse der zu Jahresende mehrheitlich veräußerten M+W Zander Gebäudetechnik enthalten. Diese herausgerechnet, habe der Umsatz im ersten Halbjahr 2005 in etwa auf Vorjahresniveau (876 Mill. Euro) gelegen. Ausgewiesen wurde jedoch ein Rückgang von knapp 1,02 Mrd. Euro auf 895,1 Mill. Euro.

Um die Gebäudetechnik bereinigt habe auch der Auftragsbestand in etwa auf Vorjahresniveau gelegen. Auf vergleichbarer Basis seien Ordereingang und -bestand zudem seit Beginn des neuen Jahres bis Ende Juni stark angestiegen. Rein anhand der ausgewiesenen Zahlen betrachtet aber ist das Auftragspolster derzeit dünner als noch vor einem Jahr. So verringerte sich der Auftragsbestand von 2,707 auf 2,311 Mrd. Euro. Der Ordereingang belief sich zum 30. Juni auf 1,32 (Vj: 1,4) Mrd. Euro.

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