Jenoptik Technologiekonzern mit Umsatz- und Gewinnplus

Der Technologiekonzern Jenoptik profitiert von guten Geschäften mit der Verteidigungstechnik. So konnte das Unternehmen sowohl den Umsatz als auch den Gewinn im ersten Halbjahr steigern. Doch es drohen Rückschläge.
Das Unternehmen peilt in diesem Jahr einen Umsatz von 680 bis 700 Millionen Euro an. Quelle: dpa
Jenoptik

Das Unternehmen peilt in diesem Jahr einen Umsatz von 680 bis 700 Millionen Euro an.

(Foto: dpa)

Gute Geschäfte mit Verteidigungstechnik haben dem Technologiekonzern Jenoptik in der ersten Jahreshälfte ein Umsatz- und Gewinnplus beschert. Auch die Nachfrage nach Produkten für die Informations- und Kommunikationsindustrie sowie die Automobilbranche brachten das Unternehmen voran.

So stiegen die Erlöse um 3,4 Prozent auf 326,8 Millionen Euro, wie Jenoptik am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) erhöhte sich um 2,8 Prozent auf 27,3 Millionen Euro. Vorstandschef Michael Mertin sieht sich damit in seiner Prognose für das Gesamtjahr bestärkt, in dem er mit Jenoptik einen Umsatz von 680 bis 700 Millionen Euro nach knapp 669 Millionen 2015 anpeilt. Auch das Ebit soll moderat steigen.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

Voraussetzung dafür sei aber, dass das Brexit-Votum und die politische Entwicklung in der Türkei keine wesentlichen Rückschläge zur Folge hat. In der ersten Jahreshälfte musste der Konzern einen Rückgang des Auftragsvolumens um 4,3 Prozent auf rund 319 Millionen Euro hinnehmen. Hintergrund sei, dass im Vergleichszeitraum ein Großauftrag zur Ausrüstung des Patriot-Raketenabwehrsystems verbucht worden war. Doch auch in Zukunft kann Jenoptik auf das Patriot-Geschäft setzen: So zog die Verteidigungssparte dafür Folgeaufträge im Volumen von elf Millionen Euro an Land.

  • rtr
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