Jetzt ist Ford dran
Chrysler-Arbeiter stimmen für Tarifvertrag

Die amerikanische Automobilarbeitergewerkschaft UAW (United Auto Workers) hat in der Nacht zum Sonntag in Detroit bekannt gegeben, die amerikanischen Chrysler-Arbeiter hätten einen neuen vierjährigen Tarifvertrag gebilligt. Allerdings fand dieser nur eine knappe Mehrheit.

HB DETROIT. Zuvor hatte es bereits bei General Motors einen ähnlichen neuen Tarifvertrag gegeben. Nach der Verabschiedung durch die Chrysler-Bediensteten laufen jetzt die Tarifverhandlungen mit Ford auf Hochtouren. Ford hatte im vergangenen Jahr vor allem wegen des Not leidenden nordamerikanischen Autogeschäfts einen Verlust von 12,6 Milliarden Dollar verbucht. Das Unternehmen will zahlreiche Fabriken schließen und 30 000 Stellen streichen. Ford ist auch dabei, Jaguar und Land Rover zu verkaufen.

Es stimmten nach UAW-Angaben nur 56 Prozent der in der Produktion beschäftigten Chrysler-Arbeiter und 51 Prozent der anderen Facharbeiter für das neue Tarifabkommen. Dagegen sprachen sich 94 Prozent der Angestellten und 79 Prozent der von der Gewerkschaft vertretenen Techniker für den Tarifvertrag aus. Die Chrysler-Arbeiter hatten einen kurzen sechsstündigen Streik durchgeführt, ehe am 10. Oktober eine tarifliche Einigung erreicht worden war.

Der neue Tarifvertrag gilt für 45 000 Chrysler-Arbeiter sowie 55 000 Betriebsrentner und 23 000 Angehörige. Das Tarifabkommen bringt zusätzliche Gesamtleistungen von 10 235 Dollar über vier Jahre.

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