Johannes Feldmayer
Ermittler lassen Siemens-Vorstand frei

Siemens-Zentralvorstand Johannes Feldmayer ist wieder auf freiem Fuß. Er war wegen Millionenzahlungen an eine kleine Arbeitnehmerorganisation in Haft gekommen. Der ganze Fall ist damit aber bei weitem noch nicht ausgestanden.

HB MÜNCHEN. Nach gut einer Woche Untersuchungshaft sei der Haftbefehl gegen den Top-Manager unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, bestätigte ein Konzernsprecher am Mittwoch einen Bericht von „Focus online“. Weitere Details wollte er nicht nennen.

Auch das Amtsgericht Nürnberg bestätigte die Aussetzung des Haftbefehls. Es kam damit einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg nach, wie es in einer Mitteilung des Gerichts hieß. Feldmayer habe allerdings eine Sicherheit leisten müssen. Ein außer Vollzug gesetzter Haftbefehl bestehe aber fort, teilte das Amtsgericht weiter mit. Dies setze voraus, dass ein dringender Tatverdacht auch weiterhin gegeben sei.

Feldmayer war am Dienstag vergangener Woche im Zusammenhang mit Millionenzahlungen an die „Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Betriebsangehöriger“ (AUB) verhaftet worden, eine gewerkschaftsähnliche Arbeitnehmerorganisation, die in Siemens-Betriebsräten sitzt. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft wirft ihm und weiteren Siemens-Mitarbeitern Untreue vor. Feldmayer speziell soll im Jahr 2001 einen Beratervertrag mit dem langjährigen AUB-Chef Wilhelm Schelsky unterschrieben zu haben. Schelsky habe daraufhin mindestens 15,5 Mill. Euro ohne nennenswerte Gegenleistungen erhalten.

Siemens hatte Feldmayer nach dessen Verhaftung auf unbestimmte Dauer beurlaubt. Seine Aufgaben als Europa-Chef und im Bereich Informationstechnologie übernähmen andere Vorstände, hatte Siemens mitgeteilt.

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