Johannes Theyssen
Eon-Chef kritisiert strenge Offshore-Regeln

Die deutschen Windparks unterliegen deutlich härteren Reglements als die in anderen EU-Ländern wie Dänemark oder Großbritannien. Eine weniger große Distanz zum Festland würde den Bau deutlich erleichtern.
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HamburgDer Chef des Energiekonzerns Eon, Johannes Teyssen, hat die restriktiven Bedingungen für die Förderung von Windparks auf hoher See hierzulande kritisiert. Anders als in Großbritannien oder Dänemark, wo Unternehmen relativ nah an der Küste bauen könnten, müssten die Firmen in Deutschland in tiefere Gewässer, um das Wattenmeer zu schützen, sagte Teyssen dem „Managermagazin“ in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview. Er frage sich, „ob es so dramatisch wäre, wenn wir etwas dichter an die Küsten gingen“. Solange das nicht passiere, werde Deutschland beim Thema Offshore „später durchstarten“ als andere Länder.

Windparks auf dem Meer sollen in Zukunft einen wesentlichen Teil der deutschen Stromproduktion liefern. Sie werden hierzulande in größerer Küstenentfernung in tiefem Wasser gebaut. Die flacheren Gebiete werden als Schifffahrtswege und Fischereigebiete benötigt oder sind - wie das Wattenmeer der Nordsee - als Naturschutzgebiete tabu. Das Ausweichen auf die hohe See erhöht den Aufwand und damit die Kosten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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