Johnson & Johnson
Pharmageschäft schiebt J&J-Umsatz an

Das Geschäft mit Arzneimitteln, vor allem mit Krebsmedikamenten und Blutgerinnungshemmern, hat Johnson & Johnson zuletzt Wachstum beschert. Weniger gut lief das Geschäft mit Pflegeprodukten wie Penaten oder Neutrogena.

Bangalore/BerlinEine starke Nachfrage nach neuen Medikamenten hat dem US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson (J&J) im zweiten Quartal ein Umsatzplus beschert. Die Erlöse seien um fast vier Prozent auf 18,5 Milliarden Dollar geklettert, teilte der Hersteller von Penaten-Pflegeprodukten und Neutrogena-Creme am Dienstag mit. Die Aktie stieg vorbörslich rund drei Prozent auf ein Rekordhoch von 127 Dollar.

Zum Wachstum trugen laut J&J vor allem Arzneimittel wie das Krebsmedikament Imbruvica und der Bayer-Blutgerinnungshemmer Xarelto, dessen US-Rechte J&J besitzt, sowie die Rheumaarznei Remicade bei.

Ein größeres Plus verhinderten Währungsschwankungen, die das Geschäft mit Pflegeprodukten wie Listerine-Mundspülung und o.b.-Tampons bremsten. Der Konzern aus New Brunswick hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht auf 71,5 bis 72,2 Milliarden Dollar an. Der Gewinn fiel unter anderem auch wegen Abschreibungen um mehr als elf Prozent auf knapp vier Milliarden Dollar.

J&J bietet neben Medikamenten und Gesundheitsprodukten auch medizinische Artikel wie künstliche Hüften und Fäden für Wundnähte an. Zuletzt befand sich der US-Konzern auf Übernahmetour und schnappte dem deutschen Konkurrenten Henkel unter anderem den Shampoohersteller Vogue International vor der Nase weg.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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