Joint Venture
Bosch will mit Chinesen E-Scooter-Markt aufmischen

Der Autozulieferer Bosch verbündet sich mit dem Elektromotoren-Hersteller Ningbo Polaris Technology – und will so den weltweiten Markt für Zweirad-Motoren erobern. Für die deutsche Firma sei es ein „Meilenstein“.
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StuttgartDer Autozulieferer Bosch verbündet sich mit dem chinesischen Elektromotoren-Hersteller Ningbo Polaris Technology bei Radnabenmotoren für Zweiräder. Der Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens sei am Montag unterzeichnet worden, teilte Bosch mit.

Die Stuttgarter sicherten sich die Mehrheit an dem Joint Venture, das Elektromotoren für Roller entwickeln, herstellen und verkaufen soll. Über die finanziellen Details der Transaktion, die noch von den Kartellbehörden genehmigt werden müsse, sei Stillschweigen vereinbart worden.

Ningbo Polaris Technology verkaufte den Angaben zufolge 2011 in China unter der Marke Poltm mehr als eine Million Motoren für sogenannte E-Scooter und beschäftigte rund 450 Mitarbeiter. Weltweit habe das Produktionsvolumen von Radnabenmotoren für solche E-Scooter bei rund 27 Millionen Stück gelegen, China sei mit einem Anteil von rund 98 Prozent der weltweit größte Produktionsstandort. Bis 2020 sei mit einem Produktionsanstieg auf 46 Millionen Stück zu rechnen.

Der Einstieg in den Markt sei ein „Meilenstein“ für Bosch, sagte Bosch-Manager Udo Wolz, der den Geschäftsbereichs Electrical Drives leitet. Der Konzern ergänze damit seine Palette bei der Elektromobilität. Bisher bietet Bosch vor allem Elektromotoren zur Verstellung von Fenstern, Lenksäulen, Sitzen, Schiebedächern sowie für diverse Pumpen an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Joint Venture: Bosch will mit Chinesen E-Scooter-Markt aufmischen"

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  • Selbst den Weg von "oben nach unten" verschläft die deutsche Automobilindustrie. Diesen Weg ist Tesla Motors bereits erfolgreich gegangen.

  • Wieder die Chinesen!
    Geht das nicht irgendwie anders?
    Maximalprofit nur über dem Daumen angepeilt und dann wird
    es schon klappen.Sollen sie doch gleich mit Nordkorea zusammen arbeiten.Die Arbeislager dort können ohne weiteres
    um ein paar Millionen armer Schweine aufgestockt werden.
    Die Normen bei Prügelstrafe und kalten Wassersitzbädern
    auf ein Gierniveau vom feinsten angehoben werden.
    So daß auch noch der letzte Arbeitslose in Spanien seinen
    Elektroroller kaufen kann.

  • BOSCH macht das, was die deutsche Automobilindustrie verschläft: Den konsequenten Ausbau der Elektromobilität von "unten" nach "oben". Unten heißt "Fahrrad-emotor" und nun den nächsten Schritt der "Kleinmobilität": eRollermotor. BOSCH liefert sich auch Wissen des Antriebsstrangs hinzu - nicht unwichtig.

    Elektromobilität ist eben nicht "nur Auto". E-Mobilität spielt sich vor allem in den kleinen Wegstrecken des Tägl. Lebens wieder - diese machen aber den Hauptanteil der Mobilität aus. Die deutsche Autoindustrie "verdrängt und verschläft" es. Das ist sehr schade.

    BOSCH tritt hier traditionell nicht als Marke des Gesamtproduktes in Erscheinung; ds ist schon bei ebikes so. Das ist durchaus intelligent. Trotzdem kommt der Markenname BOSCH nicht zu kurz - alle ebike-Unternehmen verweisen auf den BOSCH Motor als eine wichtge Qualitätskomponente.

    Auh bei eMotoren für die eRoller kann man BOSCH einen Glückwunsch für die Weitsicht aussprechen. In nahezu kurzer Zeit (< 2 Jahre) werden etliche eRoller im Markt zu erwerben sein, die einen BOSCH-POLARIS Motor haben ... von guter Qualität mit einem ausgereiften Batteriemanagement und Steuersensoriken/-elektronik.

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