Joint Venture in China gegründet: Lanxess baut Asien-Aktivitäten aus

Joint Venture in China gegründet
Lanxess baut Asien-Aktivitäten aus

Deutschlands drittgrößter Chemiekonzern Lanxess, der aus der Bayer-Chemiesparte entstanden ist, will mit einem neuen Gemeinschaftsunternehmen vom boomenden Reifenmarkt in China profitieren.

HB FRANKFURT. Das Joint Venture mit zwei chinesischen Partnern soll ein Alterungsschutzmittel für Kautschuk produzieren, wie das früher zum Bayer-Konzern gehörende Unternehmen am Montag mitteilte. An der neu gegründeten Gemeinschaftsfirma Anhui Tong Feng Shengda Chemical Co. sei Lanxess als Minderheitsgesellschafter beteiligt. Partner seien die chinesische Xinda und der Finanzinvestor Anhui. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2006 in einem Industrieareal in Tongling in der chinesischen Provinz Anhui beginnen.

"Wir eröffnen uns mit diesem Joint Venture den Zugang zu dem am schnellsten wachsenden Reifenmarkt weltweit", erklärte der für das Asiengeschäft zuständige Lanxess-Vorstand Martin Wienkenhöver. Studien zufolge sei die Reifenproduktion in China in den vergangenen Jahren jedes Jahr um etwa 30 % gewachsen. China werde in zwei bis drei Jahren gemessen am Umsatz Japan als größten Markt für das Unternehmen in Asien ablösen. Die Region Asien habe in den ersten neun Monaten 2004 etwa 14 % zum weltweiten Konzernumsatz von rund fünf Mrd. ? beigesteuert, sagte der Lanxess-Vorstand.

Ferner teilte der Chemiekonzern mit, die Lederchemikalien-Produktion am chinesischen Standort Wuxi verdoppeln zu wollen. Dazu seien zwei neue Produktionsanlagen im dortigen Industrieareal gebaut worden. Zudem wolle Lanxess mit einer Anlage zur Herstellung des chemischen Zwischenprodukts Hydrazinhydrat von Baytown in den USA nach Weifang in der chinesischen Provinz Shangdong umziehen. Ende 2005 solle die Anlage dort ihre Produktion aufnehmen.

Bislang hat Lanxess in China drei Produktionsstandorte, und zwar in Schanghai, Qingdao und Wuxi.

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