Jointventure von BASF und Shell
Sabic bestreitet Interesse an Basell

Die saudiarabische Industriegruppe Sabic ist derzeit nicht an einem Kauf von Anteilen an den BASF-Shell-Gemeinschaftsunternehmen Basell interessiert. Ein Sprecher dementierte einen anderslautenden Zeitunsgbericht.

HB MANAMA/FRANKFURT. „Sabic hat derzeit keine Absicht, einen Anteil an Basell zu kaufen“, sagte ein Sabic-Sprecher am Dienstag. Zuvor hatte die „Financial Times“ in ihrer Dienstagausgabe berichtet, Sabic und der russische Energie- und Mineralölkonzern Lukoil könnten möglicherweise für Basell bieten. BASF lehnte einen Kommentar ab. „Wir kommentieren grundsätzlich keine Spekulationen“, sagte eine Konzernsprecherin in Ludwigshafen. Auch Lukoil lehnte eine Stellungnahme ab. Eine Shell-Sprecherin sagte, der Konzern habe zu Basell einige vortastende Anfragen erhalten. Es blieben aber weiterhin alle Optionen offen.

Basell, das zu den führenden Herstellern von Polyolefinen gehört, die bei der Herstellung von Kunststoffen zum Einsatz kommen, ist jeweils zur Hälfte im Besitz von BASF und Shell. Beide Eigner hatten unlängst erklärt, eine Entscheidung über die Zukunft ihres Gemeinschaftsunternehmens solle in der ersten Hälfte 2005 fallen. Geprüft werde unter anderem ein Verkauf der Anteile oder ein Börsengang. Die Banken Credit Suisse First Boston (CSFB) und Lazard sollen die Anteilseigner bei der Beurteilung der Optionen beraten. In der vergangenen Woche hatte Reuters aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen erfahren, Lazard und CSFB wollten bis September Angebotsprospekte des Joint Ventures an Interessenten versenden.

In den Kreisen hatte es zudem geheißen, dass auch die Investmentgesellschaft Blackstone an Basell interessiert sei. Blackstone hatte einen Kommentar abgelehnt. Zuletzt hatte Blackstone für rund drei Mrd. € den Kronberger Chemiekonzern Celanese übernommen, der unter anderem Chemikalien für die Auto- und Telekomindustrie herstellt.

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