Jubiläum
Wie sich Coca-Cola zum 125. Geburtstag herausputzt

Coca-Cola zelebriert am Firmensitz in Atlanta eine perfekte Jubiläumsshow. Und Firmenchef Muhtar Kent zeigt, warum er "The Bulldozer" genannt wird.
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AtlantaEr fühle sich "wie bei den Vereinten Nationen", sagt Muhtar Kent, als er, begleitet von wummernden Bässen, die Bühne des großen Auditoriums am Firmensitz von Coca-Cola in Atlanta betritt. 200 Medienvertreter aus 26 Ländern hat der US-Konzern zu seinem 125. Geburtstag eingeladen.

Sie alle sind gespannt auf Kent, den Mann an der Spitze des weltgrößten Getränkeherstellers. Mit seinen 1,90 Meter Größe, dem dunklen Maßanzug und den schwarzen Augen unter den dichten Brauen strahlt er eine wuchtige Präsenz aus.

Kent, 58, hat einen türkischen und einen amerikanischen Pass. Zum Anlass des Jubiläums der braunen Brause singt er das Hohelied auf die Globalisierung. Mit tiefer Stimme, gelassen und routiniert, heißt er die Journalisten in Atlanta, "dort, wo unsere Geschichte begann", willkommen. "Aber eigentlich", sagt er mit einer weit ausladenden Geste, "ist unsere Heimat überall dort, wo es Coca-Cola gibt: Mumbai, Montreal oder Mombasa. Wir führen unser Geschäft lokal - aber unser Denken ist immer global".

Bei Coca-Cola versteht man sich auf die perfekte Inszenierung. Die Farbe der Sessel im Auditorium ist - was sonst - leuchtend rot. Auf der Leinwand hinter dem Redner flackern Werbevideos und ein Geburtstagsbanner, weiße Lettern auf rotem Grund: "125 Years of Happiness." Auf dem Podium steht, klein, aber unübersehbar, eine rote Coke-Flasche aus Aluminium, aus der Kent ab und zu einen tiefen Schluck nimmt.

Nicht zufällig trägt der Manager, der seit 1978 für Coca-Cola arbeitet und 2008 das Ruder übernahm, den Spitznamen "The Bulldozer". Er ist ein Mann, der Veränderung vorantreibt, ein Mann der klaren Worte. Sein Motto: "Wir müssen immer konstruktiv unzufrieden bleiben."

Und so spricht Kent über die Zukunftsstrategie seines Konzerns, die "Vision 2020". Die werde bestimmt von einer rasant wachsenden Mittelklasse, von kraftvoll aufsteigenden Märkten in Osteuropa, Asien und Afrika, von begrenzten Energieressourcen und einem neuen Konsumententyp, "der weltweit und vernetzt kommuniziert, der sich einmischt und auch den moralischen Wert des Unternehmens beurteilt".

Darauf reagiert Coca-Cola mit einem ehrgeizigen Ziel: Bis 2020 will der Konzern seinen Umsatz verdoppeln - und eine Balance herstellen: zwischen etablierten, westlichen und hungrigen, aufsteigenden Märkten. Zwischen sprudelnden und stillen Getränken. "Balance, das ist der Schlüssel", sagt Kent und greift zu einer Flasche "Smart Water", die neben der Cola steht. Derzeit machen die kohlensäurehaltigen Getränke noch 70 Prozent im Portfolio aus.

Der Aufbau der Weltmarke Coca-Cola sei jedenfalls nichts für die Zaudernden, die Zartbesaiteten gewesen, sagt "The Bulldozer".

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  • Light schmeckt mir persönlich noch süsser. Wie wäre es, man lässt die Zuckerchemie weg und senkt ganz normal den Zuckerinhalt um 50%?

  • Pro Liter Cola werden ca. 100 gr. Zucker verwendet. Da macht es Sinn über Cola Light als Alternative nachzudenken. Wenn Coca Cola die beiden Light Varianten billiger anbieten würde, würden die Verbraucher vermehrt zu diesen Artikeln greifen. Das wäre besonders für die Gastronomie mit ihren Mixgetränken interessant (Spezi, Bacardi Cola etc.) Auch Fast Food Ketten können bei ihren Menüs ausschließlich Light Produkte anbieten. Es sollten Marktest gemacht werden. Bei weniger Zuckerverbrauch wird auch entsprechend weniger Anbaufläche benötigt. Dieses wäre auch ein Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit/Naturschutz. Ich hoffen meine Gedanken sind richtig und auch verstanden worden.

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