Jungheinrich
Geschäft mit Gabelstaplern brummt

Die Aufträge gehen etwas zurück, dennoch brummen bei Jungheinrich die Geschäfte. Der Gabelstabler- und Regalsystemhersteller übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten.
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FrankfurtNach Preiserhöhungen ist der Auftragsboom beim Gabelstabler- und Regalsystemhersteller Jungheinrich im dritten Quartal etwas abgeflaut. Die Bestellungen legten um fünf Prozent auf 497 Millionen Euro zu, nachdem sie im ersten Halbjahr noch um ein Viertel gewachsen waren, wie das Hamburger Unternehmen mitteilte. Viele Kunden hätten eben schnell noch vor der Preiserhöhung zum 1. Juli neue Maschinen bestellt.

Die Werke des weltweit drittgrößten Anbieters nach Toyota und der früheren Linde-Tochter Kion laufen aber weiter auf Hochtouren und die Geschäfte brummen: Mit einem Umsatzplus von 15 Prozent auf 525 Millionen Euro und einer Steigerung des operativen Ergebnisses (Ebit) um 44 Prozent auf 38,3 Millionen Euro übertraf Jungheinrich im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt mit einem Ebit von 35,5 Millionen Euro gerechnet. Die Ebit-Marge verbesserte sich auf 7,0 (Vorjahr: 5,0) Prozent.

„Mit einer starken Bilanz, Rekord-Profitabilität und einer optimierten Produktion bleibt Jungheinrich mit die beste Wahl in dem Sektor“, fasste Analyst Hermann Reith von Equity Research zusammen. Er empfiehlt die im Kleinwertesegment SDax gelisteten Aktien mit einem Kursziel von 31 Euro zum Kauf. Am Donnerstag notierten die Titel knapp ein Prozent im Plus bei 22,42 Euro. Jungheinrich-Chef Hans-Georg Frey schaut optimistisch in die Zukunft: „Auch über das Jahresende 2011 hinaus wird die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens ganz im Zeichen von Wachstum und Zukunftsgestaltung stehen“, erklärte er.

So wolle Jungheinrich den Vertrieb in Osteuropa, Asien und Lateinamerika ausweiten. An der im Sommer leicht angehobenen Prognose für das laufende Jahr hielt Frey fest. Demnach erwartet er 2011 einen Umsatz von deutlich über 2,0 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von deutlich über 130 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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