Juni-Absatzzahlen
Volkswagen reitet auf US-Spritsparwelle

Für die deutschen Autohersteller lief es in den USA im Juni richtig rund: Vor allem Volkswagen und Porsche konnten deutlich mehr Fahrzeuge absetzen am ein Jahr zuvor - wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen. Richtig Federn lassen musste ein US-Hersteller.

HB WASHINGTON. Der Volkswagen-Absatz wurde von der gestiegenen Nachfrage nach sparsamen Kompaktwagen beflügelt. Wie Volkswagen of America am Dienstag mitteilte, wurden 23 127 Fahrzeuge verkauft und damit 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die sei das beste Monatsergebnis seit August 2006. Den Anstieg führte der Autohersteller auf die starke Nachfrage nach den Modellen Jetta und Rabbit (Golf) zurück. Das Einstiegsmodell des Golf habe in den USA eine gute Markteinführung erlebt. Aber auch die PS-starke Golf-Variante GTI und das Cabrio EOS seien besser verkauft worden. Damit setzte VW in den USA im ersten Halbjahr rund 114 900 Wagen ab, 1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Porsche, für dessen Kunden der Spritverbrauch eine erheblich geringere Rolle spielt, profitierte nach eigenen Angaben vom Generationswechsel beim SUV-Modell Cayenne. Das überarbeitete Modell war im März auf den Markt gekommen. Im Juni verkaufte Porsche nach eigenen Angaben 3 451 Autos in Nordamerika - der beste Juni-Wert in der Unternehmensgeschichte . Im Vergleich zum Vorjahreswert sei dies eine Steigerung um 13 Prozent im wichtigsten Absatzmarkt.

Amerikaner goutieren den Mini

BMW half einmal mehr der Kleinwagen Mini. Der bayerische Autobauer BMW setzte nach eigenen Angaben 29 939 Fahrzeuge der Marken BMW und Mini ab, sechs Prozent mehr als im Juni 2006. Vom Mini seien sogar 17 Prozent mehr Autos oder insgesamt 4 174 Autos verkauft worden.

Weniger rosige Statistiken musste der in Scheidung befindliche Autokonzern Daimler-Chrysler vermelden. Insgesamt sei der Absatz des Konzerns in den USA im Juni um zwei Prozent auf 202 936 Autos zurückgegangen. Dabei verzeichneten sowohl Chrysler als auch Mercedes Einbußen. Der Mercedes-Absatz ging um 5,8 Prozent auf 19 589 Fahrzeuge zurück, die US-Tochter Chrysler verkaufte mit 183 347 Autos rund ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der weltgrößte Autokonzern Toyota steigerte seinen US-Absatz im Juni nach eigenen Angaben um 6,1 Prozent gesteigert. Zu dem Anstieg auf 245 739 verkaufte Fahrzeuge habe vor allem die starke Nachfrage nach dem neuen Pickup-Modell Tundra beigetragen, wie das japanische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die wegen eines zusätzlichen Geschäftstags im Juni dieses Jahres bereinigten Zahlen umfassen auch die zum Konzern gehörende Marke Lexus. Den Pkw-Absatz steigerte Toyota den Angaben zufolge um fünf Prozent und profitierte dabei vom Erfolg der Modelle Camry und Prius. Die Lastwagen-Sparte, zu der auch Pickups zählen, legte um 7,8 Prozent zu. Zu den Gewinnern im Juni gehörte auch Nissan, das ein Absatzplus von 22,7 Prozent meldete.

Lastwagensparte rettet Ford

Ford bewahrte die Lastwagensparte, zu der auch Pick-ups gehören, vor allzu großen Einbußen. Wie der Konzern mitteilte, gab es bei Pkws zwar ein Minus 24,6 Prozent auf 81 087 Stück. Die Lastwagen-Sparte habe jedoch ein Plus von 2,9 Prozent auf 166 512 Stück verzeichnet. Deswegen ergebe sich lediglich ein Rückgang von 8,1 Prozent. Ford verwies darauf, dass sich das kompakte Modell Focus - eine Entwicklung der Europa-Tochter - um 20 Prozent besser verkauft habe als im Juni 2006.

In den Keller ging der Absatz General Motors (GM) auf seinem Heimatmarkt. Insgesamt seien in den USA 326 300 Fahrzeuge verkauft worden, 24 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Als Ursache verwies es auf gesunkene Verkaufszahlen an Autovermietungen, ein schwaches Branchenumfeld und geringere Ausgaben für Anreizprogramme.

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