Junker geht in Ruhestand
Autozulieferer Mahle muss sich neuen Chef suchen

Bei Deutschlands viertgrößtem Autozulieferer bahnt sich ein Chefwechsel an. Nach Informationen des Handelsblatts wird Heinz Junker Anfang 2015 in den Ruhestand gehen. Eine Debatte über die Nachfolge läuft bereits.
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StuttgartBei Deutschlands viertgrößtem Autozulieferer, dem Stuttgarter Kolbenhersteller Mahle, steht ein Führungswechsel bevor. Nach Informationen der Digitalzeitung Handelsblatt Live (Dienstagausgabe) aus Unternehmenskreisen soll Konzernchef Heinz Junker Anfang 2015 in den Ruhestand treten. Als heißer Kandidat für die Nachfolge gilt Jörg Stratmann. Der führt derzeit den 2013 von Mahle mehrheitlich übernommenen Klimaanlagenbauer Behr.

Junker wird im Dezember 65 Jahre alt. Auf Handelsblatt-Anfrage mochte er keine Stellung nehmen. „Dies entscheide nicht ich, sondern das ist Sache des Aufsichtsrats“, sagte er. Ein Mitglied des Aufsichtsrates bestätigte den bevorstehenden Wechsel: „Intern ist das eine klare Sache.“ Er gehe nicht davon aus, dass Mahle Ende 2015 noch den gleichen Chef habe. Im Personalausschuss laufe bereits die Debatte über Junkers Nachfolger.

Ob es tatsächlich Jörg Stratmann wird, ist nach Angaben des Aufsichtsrates nicht sicher. Allerdings halte die Geschäftsführung große Stücke auf ihn. Das zeige auch seine Entsendung zur neuen Tochter Behr, deren Integration intern als eine der heikelsten Aufgaben gilt.

Nach der Übernahme von Behr ist der Mahle-Konzern mit einem Gesamtumsatz von rund zehn Milliarden Euro nach Continental, Bosch und ZF Friedrichshafen der viertgrößte Autozulieferer Deutschlands. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 65.000 Mitarbeiter.

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