Käufer des 328-Jet-Programms der untergegangenen Fairchild Dornier ist selbst pleite
Gläubiger des deutschen Flugzeugbauers Avcraft gehen wohl leer aus

Die Gläubiger des insolventen Flugzeugbauers Avcraft Aerospace GmbH werden wahrscheinlich nichts von ihrem Geld sehen. „Es ist unwahrscheinlich, dass es eine Quote gibt“, sagte Insolvenzverwalter Martin Prager am Montag.

HB OBERPFAFFENHOFEN. Der US-Konzern Avcraft hatte nach der Pleite von Fairchild Dornier im April 2002 das 328-Jet-Programm aus der Insolvenzmasse übernommen und wollte die Flugzeuge weiter in Oberpfaffenhofen bauen. Die deutsche Avcraft-Tochter musste dann aber selbst im März Insolvenz anmelden.

Die 328-Jet-Produktion war das Kerngeschäft von Fairchild Dornier. Daneben wollte das Unternehmen als weiteres Standbein den größeren Regionaljet 728 entwickeln. Fairchild Dornier war aber unter den hohen Entwicklungskosten für das Programm zusammengebrochen. Das ehrgeizige 728-Jet-Programm wurde nach der Fairchild-Dornier-Pleite von chinesischen Investoren übernommen, die aber im vergangenen Jahr ebenfalls Insolvenz anmelden mussten.

Prager wollte die Gläubiger am Montag auf einer Gläubigerversammlung über die Lage informieren. Dabei musste der Insolvenzverwalter einen weiteren Stellenabbau verkünden. Die Zahl der Beschäftigten werde nochmals um gut 40 Stellen auf 144 Beschäftigte sinken, sagte Prager. Einst waren es 345 Mitarbeiter.

Für die verbliebenen Stellen sieht der Insolvenzverwalter aber noch Chancen. Derzeit seien diese noch mit einem Wartungs- und Umbau-Auftrag der dänischen Sun-Air beschäftigt. Zudem steht Prager weiterhin in Verhandlungen mit potenziellen Investoren.

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