Käufer warten auf weiter fallende Preise
In China sind Autos doch weniger gefragt

Das Wachstum des chinesischen Automarktes wird durch die geringe Nachfrage stark beeinträchtigt.

HB PEKING. Das Statistikamt in Peking nahm seine Prognose für die Zunahme der Autoproduktion von 40 auf 18 Prozent für das gesamte Jahr zurück, wie der Vertreter des Amtes, Jiang Yuan, nach Angaben der Tageszeitung „China Daily“ vom Donnerstag berichtete. Im vergangenen Rekordjahr lag der Zuwachs noch bei 83 Prozent. In den vergangenen zwei Monaten nutzte die Autoindustrie, die massive Investitionen in neue Autofabriken angekündigt hatte, 30 Prozent ihrer Kapazitäten nicht.

Als Gründe für die Verlangsamung wurden „widrige Marktbedingungen“ genannt. So liefern sich die Hersteller einen erbitterten Preiskampf. Viele Kunden reagierten mit Kaufzurückhaltung, da weiter fallende Preise erwartet werden. Der größte Autohersteller, Volkswagen Schanghai, kündigte laut „China Daily“ an, sein Anfang des Jahres gesetztes Verkaufsziel von 462 000 Fahrzeugen „entsprechend den Veränderungen des heimischen Marktes“ anzupassen. Volkswagen Schanghai hatte bereits im August nur noch ein „leichtes Wachstum“ für dieses Jahr angepeilt.

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