Kaffeeröster wächst weiter
Tchibo trotzt der Konsumschwäche

Der Kaffeeröster und Handelskonzern Tchibo hat sein Wachstum im vergangenen Jahr nochmals beschleunigt. Für 2006 erwartet das Unternehmen zudem ein weiteres Plus bei Umsatz und Ertrag.

HB HAMBURG. „Tchibo und Beiersdorf sind gut aufgestellt, um Umsatz und Ergebnis trotz schwieriger Marktbedingungen weiter steigern zu können“, prognostizierte Vorstandschef Dieter Ammer bei der Präsentation der Bilanz für 2005 am Montag in Hamburg. Tchibo wolle vor allem in Osteuropa und in Großbritannien durch zusätzliche Filialen weiter expandieren.

In den ersten drei Monaten nahm der Gewinn des Teilkonzerns Tchibo auf 54 Mill. von 53 Mill. im Vorjahreszeitraum zu. Der Umsatz erhöhte sich auf 920 (Vorjahresperiode: 862) Mill. Euro deutlich stärker. Der andere - im Nebenwerteindex MDax gelistete - Teilkonzern Beiersdorf steigerte den Überschuss auf 101 (92) Mill. Euro.

Im vergangenen Jahr verbuchte der gesamte Tchibo-Konzern ungeachtet der Einzelhandelsflaute einen um sechs Prozent auf rund 8,8 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz. Der Betriebsgewinn (Ebit) nahm um 13 Prozent auf 868 Mill. Euro zu. Die operative Umsatzrendite legte damit auf 9,9 (9,2) Prozent zu. Der um Sondereffekte bereinigte Jahresüberschuss kletterte sogar um 17 Prozent auf 511 Mill. Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 700 auf 29 600.

Der Teilkonzern Tchibo gehört mit einem Umsatz von gut vier Mrd. Euro zu den großen Einzelhändlern in Deutschland. Von der Schwäche des Stammgeschäfts mit Kaffee koppelt sich Tchibo seit Jahren ab und weitet sein Angebot an Konsumgütern wie Haushalts- und Textilwaren aus und bietet zudem Mobilfunkdienste, Finanzprodukte und Reisen an.

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