Kalaschnikow Waffenkonzern eröffnet Souvenirshop an Moskauer Flughafen

An anderen Flughäfen sind Gewehr-Attrappen verboten, in Moskau dagegen kann man sie kaufen: Der Waffenhersteller Kalaschnikow hat seinen ersten Souvenirladen im Moskauer Airport eröffnet.
Waffen-Konstrukteur Michail T. Kalaschnikow präsentiert das Kalaschnikow-Sturmgewehr. In Moskau hat der Konzern nun seinen ersten Souvenir-Shop eröffnet. Quelle: dpa
Michail Kalaschnikow

Waffen-Konstrukteur Michail T. Kalaschnikow präsentiert das Kalaschnikow-Sturmgewehr. In Moskau hat der Konzern nun seinen ersten Souvenir-Shop eröffnet.

(Foto: dpa)

MoskauAuf dem Weg zum Flieger noch schnell ein nachgebautes Sturmgewehr kaufen? In Moskau kein Problem: Der russische Waffenhersteller Kalaschnikow hat am größten Hauptstadt-Flughafen Scheremetjewo seinen ersten Souvenirladen mit Attrappen eröffnet.

„Kalaschnikow ist eine der bekanntesten Marken, die den meisten Menschen in den Sinn kommen, wenn sie an Russland denken“, teilte Marketingdirektor Wladimir Dmitrijew mit. Nun könne sich jeder ein Kalaschnikow-Andenken aus Russland mitnehmen.

Auf 58 Quadratmetern will sich der Hersteller der weltweit verbreiteten AK-47-Sturmgewehre ein modernes Image geben. Die bewusst schlichte und helle Aufmachung des Ladens erinnert in einem Videoclip von der Eröffnung an das Design der Geschäfte beliebter westlicher Computer- und Elektronikhersteller. Neben martialisch wirkenden – aber ungefährlichen – Nachbildungen echter Schusswaffen bietet Kalaschnikow den Reisenden auch modisch designte Tarnkleidung und Accessoires wie Uhren und Taschen an.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

Mit dem Flughafen-Shop und einem zugleich eröffneten Internethandel versucht Kalaschnikow, sein Geschäft einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Der mehrheitlich vom Staat kontrollierte Konzern hatte zuletzt auch russlandweit neue Läden eröffnet.

  • dpa
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