Kalter Winter beschert Gewinnschub
MVV-Geschäft steht unter Strom

Des einen Leid ist des anderen Freud: Der fünftgrößte deutsche Energieversorger dürfte sich zumindest nicht über den langen kalten Winter beschweren. Dieser hat MVV nämlich einen kräftigen Gewinnanstieg beschert.

HB MANNHEIM. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2005/06 (30. September) um 24 Prozent auf 189 Mill. Euro zugelegt, teilte der Stadtwerke-Verbund am Montag in Mannheim mit. „Haupttreiber der Ergebnisverbesserung waren der höhere Energieverbrauch durch die lang anhaltenden winterlichen Temperaturen und die dynamische Entwicklung in der Müllverbrennung“, hieß es im Quartalsbericht.

Der Überschuss sei in der ersten Geschäftsjahreshälfte bis Ende März um 23 Prozent auf 92 Mill. Euro gestiegen. Der Umsatz mit Strom, Gas, Wärme, Wasser und energienahen Diensten sei um 18 Prozent auf 1,29 Mrd. Euro gewachsen.

Für das Gesamtjahr bekräftigte MVV seine nach den ersten drei Geschäftsmonaten angehobene Prognose. Danach soll der Umsatz auf rund 2,25 Mrd. Euro steigen, vor Steuern und Zinsen sollen 195 Mill. Euro erwirtschaftet werden.

Traditionell hat MVV nach sechs Monaten seinen für das Gesamtjahr erwarteten Gewinn bereits weitgehend verdient. Das Geschäft mit Fernwärme und Gas werde wegen der Witterung schwächer verlaufen, prognostizierte der Energieversorger. In den kommenden Monaten stünden zudem routinemäßige Wartungsarbeiten bei den Müllverbrennungsanlagen in Mannheim, Offenbach und im ostdeutschen Leuna an. Dadurch sinken die Verbrennungsmengen und damit die Erträge. Durch politisch verordnete geringere Netznutzungsentgelte könnten überdies bei den Stadtwerken in Mannheim, Kiel, Offenbach, Solingen und Ingolstadt die Einnahmen sinken.

Bei deutlich schwächerem Markttrend verloren die im Kleinwerte-Index SDax notierten MVV-Aktien 1,1 Prozent auf 24,21 Euro.

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