Kalter Winter lässt Kassen klingeln
K+S erhöht Umsatzprognose für 2006

Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S hat nach einem kräftigen Erlös- und Gewinnschub dank des kalten und langen Winterwetters im ersten Quartal die Umsatzprognose für das Gesamtjahr erhöht.

HB FRANKFURT. K+S sei sehr gut vorbereitet, auch 2006 zu wachsen, sagte Vorstandschef Ralf Bethke am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Kassel, und gab als neue Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2,9 Mrd. Euro aus. Bislang hatte K+S gut 2,8 (Vorjahr: 2,82) Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Das operative Ergebnis solle sich weiter erhöhen nach gut 251 Mill. Euro im Vorjahr. „Nach dem guten Start in 2006 ist dies für uns keine Überraschung“, erklärte Analystin Silke Stegmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz mit Blick auf die erhöhte Umsatzprognose.

Die K+S-Aktie konnte von dem Optimismus des Managements nicht profitieren - sie gab mehr als drei Prozent auf 72,55 Euro ab und gehörte damit zu den größten Verlierern im Nebenwertindex MDax. Händler sprachen zudem von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kurszuwächsen. Seit Jahresbeginn haben die K+S-Aktien mehr als 47 Prozent zugelegt.

Im ersten Quartal erhöhte sich der operative Gewinn um 14 Prozent auf 113,1 Mill. Euro. Hierzu trug der Geschäftsbereich Salz mit 47,5 (38,9) Mill. Euro am stärksten bei. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 71,2 Mill. Euro, ein Plus von 17 Prozent, und lag damit ebenso wie der operative Gewinn im Rahmen der Analystenprognosen. Beim Umsatz schnitt K+S mit einem Zuwachs von acht Prozent auf 855,5 Mill. Euro besser ab als erwartet. Zweiter Gewinnbringer neben dem Bereich Salz war das Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten, wo K+S einen Zuwachs des operativen Gewinns um 15 Prozent auf 42,1 Mill. Euro verbuchte. Einbußen musste K+S wegen des kalten Winters dagegen in den Sparten Compo, die Produkte für Hobbygärtner anbietet, sowie Fertiva (stickstoffhaltige Felddünger) hinnehmen.

Während bei Fertiva auch im Gesamtjahr ein Gewinnrückgang erwartet wird, soll Compo im Jahresverlauf aufholen und dank Effizienzsteigerungen und Preiserhöhungen steigende Gewinne erzielen. Im Salz-Bereich rechnet K+S trotz des starken Auftaktquartals mit einem Gewinnrückgang im Gesamtjahr, da höhere Umsätze und Kosteneinsparungen erhebliche Energiekostensteigerungen nicht ausgleichen könnten.

Der Konzern hatte kürzlich die Übernahme des größten südamerikanischen Salzproduzenten Sociedad Punta de Lobos (SPL) angekündigt, mit der K+S erstmals außerhalb Europas Fuß im Salzgeschäft fasst. Die Konsolidierung von SPL, die für das dritte Quartal erwartet wird, ist in den Jahresprognosen noch nicht berücksichtigt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das K+S-Management bei SPL nach früheren Angaben mit einem Umsatzrückgang auf rund 330 (350) Mill. Dollar und einem operativen Gewinn von 45 Mill. Dollar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%