Kamerahersteller
Leica leidet unter dem Auslandsgeschäft

Leica leidet unter seiner internationalen Ausrichtung: Der Kamerahersteller ist im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder in die roten Zahlen gerutscht. Und viel besser wird es auch in der nahen Zukunft nicht.

HB SOLMS. Im Geschäftsjahr 2008/2009 (31. März) stand unter dem Strich ein Verlust von 4,8 Mio. Euro, nach einem Gewinn von drei Mio. Euro im vorherigen Geschäftsjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag im mittelhessischen Solms mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um 14,1 Prozent auf 134,2 Mio. Euro. Als Grund für die Rückgänge nannte Vorstandschef Rudolf Spiller unter anderem die negative Konjunkturentwicklung in den internationalen Absatzmärkten. Der Leica-Konzern macht seinen Umsatz fast zu 90 Prozent im Ausland.

Auch im neuen Geschäftsjahr rechnet Leica nun mit einem geringen Verlust. Eine genaue Prognose sei wegen der momentanen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur schwer möglich, erklärte Spiller. Noch im Dezember 2008 hatte das Unternehmen ein „ausgeglichenes bis leicht positives Ergebnis“ im Geschäftsjahr 2009/2010 für möglich gehalten.

Als weitere Gründe für den Umsatz- und Ergebnisrückgang führte Spiller das Auslaufen von Produkten und die verzögerte Einführung neuer Produkte an. 2009 will das Unternehmen aber noch zahlreiche neue Produkte auf den Markt bringen.

Leica reagiert auf die schlechte Entwicklung mit einem Sparkurs. Dabei will der Konzern unter anderem die Arbeitskosten senken, das Vertriebskonzept verbessern sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte neu ausrichten. Ein Stellenabbau sei aber nicht geplant, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Beschäftigtenzahl lag im Schnitt bei 1058 nach 991 im Jahr zuvor.

Leica hatte nach einem harten Sanierungskurs gerade erst wieder den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft - im Geschäftsjahr 2007/2008 zum zweiten Mal in Folge. Weil das Unternehmen Ende der 1990er Jahre den Einstieg in die Digitalfotografie verpasste, war es in eine Existenzkrise geraten.

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