Kamerahersteller
Leica soll vom Kurszettel verschwinden

Die verbliebenen Kleinaktionäre des traditionsreichen Kameraherstellers Leica werden nicht lange Freude an den schwarzen Zahlen haben, die die Firma neuerdings wieder schreibt: Der österreichische Mehrheitsaktionär ACM hat beantragt, die restlichen Anteilseigner gegen eine Barabfindung auszuschließen.

HB WETZLAR. Leica teilte am Dienstagabend im hessischen Wetzlar mit, ACM habe erklärt, dass ihr mehr als 95 Prozent der Anteile gehörten. Diese Schwelle ist nötig, um den so genannten Squeeze-out zu beantragen. Hinter ACM steht eine Stiftung der Familie Kaufmann.

ACM hatte Ende 2006 bei Leica aufgestockt, indem sie dem zweiten Großaktionär, der französischen Luxuswarengruppe Hermes International, deren Anteile abgekauft hatte, und den übrigen Anteilseignern 12,50 Euro je Aktie geboten.

Leica hat nach einem harten Sanierungskurs im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 (per Ende März) wieder einen Gewinn von einer halben Million Euro geschrieben und rechnet auch 2007/08 mit einem leicht positiven Ergebnis. Im ersten Quartal lag der Gewinn bei 4,17 Mill. Euro. Der Umsatz stieg von April bis Juni durch die Einführung einer kompakten Digitalkamera auf 43,6 (Vorjahr: 28,0) Mill. Euro. Das Unternehmen hatte den Trend zur Digitalfotografie zunächst verschlafen.

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