Kamerahersteller
Olympus gesteht umstrittene Milliardenzahlungen

Im Skandal um die umstrittenen Beratungszahlungen gab der Kamerahersteller nun zu, Beträge in dreistelliger Millionenhöhe auf den Tisch gelegt zu haben. Man habe sich aber nicht falsch verhalten, so hieß es bei Olympus.
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TokioDer Skandal beim japanischen Kamerahersteller Olympus ist perfekt: Der Konzern musste am Mittwoch zugeben, umstrittene Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe für die Beratung bei der zwei Milliarden Dollar schweren Übernahme des britischen Medizinausrüsters Gyrus im Jahr 2008 gezahlt zu haben.

Olympus legte insgesamt 687 Millionen Dollar und damit rund ein Drittel des Kaufpreises auf den Tisch. Das ist mehr als der voraussichtliche operative Gewinn im laufenden Geschäftsjahr. Bisher waren die Zahlungen auf lediglich 391 Millionen Dollar beziffert worden. Die Namen der Berater veröffentlichte das japanische Traditionsunternehmen nicht.

Über den Eklat war Olympus-Chef Michael Woodford gestrauchelt. Er hat die britische Börsenaufsicht kontaktiert und um eine Prüfung der Zahlungen gebeten. Olympus weist zurück, sich falsch verhalten zu haben. Die Anleger sprachen auch am Mittwoch eine andere Sprache. Die Olympus-Aktie verlor den vierten Tag in Folge. Seit der Ankündigung von Woodfords Rausschmiss, der mit Differenzen über Managementfragen begründet wurde, vor rund zwei Wochen hat das Papier um etwa 44 Prozent eingebüßt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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