Kampf gegen Mittal
Arcelor lockt mit hohen Ausschüttungsplänen

HB LUXEMBURG. Der sich gegen die feindliche Übernahme durch den Konkurrenten Mittal wehrende Stahlkonzern Arcelor strebt bis 2008 eine jährliche Ausschüttungsquote von 30 Prozent an. Die Aktionäre sollen alle überschüssigen Barmittel erhalten, darunter auch die Erlöse aus Verkäufen nicht zum Kerngeschäft gehörender Vermögenswerte, teilte Arcelor am Montag in Luxemburg mit.

Das Jahres-Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) solle bis 2008 mindestens sieben Mrd. Euro betragen. Das Planziel ist im neuen Strategieplan des Stahlkonzerns für die Jahre 2006 bis 2008 enthalten, den Arcelor am Montag der spanischen Finanzmarktaufsicht vorlegte. Danach soll bis 2008 auch ein jährlicher Free Cash- flow von 4,4 Mrd. Euro generiert werden. Für das abgelaufene Jahr 2005 wies Arcelor kürzlich ein um 30 Prozent erhöhtes Ebitda von 5,64 Mrd. Euro aus.

Nach Worten von Mittal-Chef Laksmi Mittal befürwortet die Mehrheit der Arcelor-Aktionäre allerdings die Aufnahme von Übernahmegesprächen. „Wir haben zwischen 50 und 60 Prozent der Arcelor-Aktionäre getroffen. Eine Mehrheit der Anteilseigner ist dafür, dass sich die Arcelor-Spitze mit uns treffen sollte“, sagte Mittal der Zeitung „The Observer“.

Bisher lehnt die Arcelor-Führung um Chef Guy Dollé Gespräche mit Mittal über die als feindlich eingestufte 18,6 Mrd. Euro schwere Übernahmeofferte strikt ab. Dollé bewertete sowohl die Höhe als auch die Details des Angebots als nicht angemessen. Zudem regt sich in der Politik Widerstand gegen eine Übernahme Arcelors, das erst vor drei Jahren aus luxemburgischen, spanischen und französischen Stahlunternehmen geschmiedet wurde.

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