Auch die bisherige Stärke der Bayern, ihre hohe Präsenz auf dem wichtigen US-Markt, entwickelt sich für den bayerischen Autobauer angesichts des starken Euros und der US-Kreditkrise nun zum Nachteil. Sinkende Erlöse in den USA für Fahrzeuge, die nach Ablauf von Leasingverträgen verkauft werden, und eine höhere Risikovorsorge vermiesten den Münchenern den Jahresauftakt. Der Vorsteuergewinn brach im ersten Quartal 2008 auf 641 Millionen Euro ein, das ist ein Viertel weniger als im selben Vorjahreszeitraum. Dennoch lassen die Ziffern Analysten und Investoren hoffen. Denn operativ zeigte BMW
im ersten Quartal ein überraschend starkes Ergebnis. Der rigide Sparkurs von BMW
-Chef Reithofer bringt offenbar erste Resultate. Richtige Wirkung werde die Neuausrichtung des Konzerns aber erst in den kommenden Jahren zeigen, glaubt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. "Über Nacht funktioniert das nicht, so etwas braucht seine Zeit."
Aber auch Daimler
konnte nicht voll überzeugen. Die Stuttgarter glänzten im ersten Quartal 2008 zwar mit einem operativen Gewinnsprung um 45 Prozent in der Kernsparte Mercedes. Die Marge lag damit bei eindrucksvollen 9,2 Prozent. Der Nettogewinn im Konzern lag jedoch unter den Erwartungen. Der Gegenwind sei als Folge der internationalen Finanzkrise und einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA stärker geworden, räumte das Daimler
-Management ein.
So könnte Audi
im Rennen um die höchste Profitabilität am Ende der lachende Dritte sein. Die Ingolstädter VW-Nobeltochter ist wegen ihrer Schwäche auf dem wichtigen US-Markt von der Dollar-Schwäche weniger stark betroffen. Und: Die Marke mit den vier Ringen kann im Gegensatz zur übrigen deutschen Premium-Konkurrenz deutliche Synergien mit dem großen Mutterkonzern schöpfen. "Je nach Modell hat Audi
einen Kostenvorteil durch den Konzernverbund, der bei bis zu 500 Euro pro Fahrzeug liegt", glaubt Autoexperte Engelbert Wimmer von PA Consulting. Zahlreiche Audi
-Modelle wie der Geländewagen Q7 (VW Touareg) sowie der kommende Kleinwagen A1 (VW Polo) teilen sich bereits heute ihre Basis mit Schwestermodellen aus dem Hause VW.
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Audi
-Chef Rupert Stadlers Ziel, sich mit den Konkurrenten BMW
und Mercedes-Benz zu messen, hat deshalb bei Qualität und Rendite schnellere Erfolgsaussichten als bei den Verkaufszahlen. Doch für Auto-Analyst Arndt Ellinghorst führt noch kein Weg an der Marke mit dem Stern vorbei: Mercedes sei derzeit die Benchmark im Premiumsegment.

