Kampf um Endesa
Acciona wird für Eon richtig lästig

Acciona entwickelt sich für Eon zu einem regelrechten Plagegeist: Der spanische Mischkonzern hat sich nach eigenen Angaben Optionen auf weitere Anteile am iberischen Versorger Endesa gesichert. Damit würde Acciona seinen Anteil glatt verdoppeln. Es ist nicht die einzige schlechte Nachricht des Tages für Eon.

HB MADRID. Acciona teilte am Freitag in einem Schreiben an die spanische Börsenaufsicht CNMV mit, sie habe sich Optionen zum Kauf von weiteren 9,63 Prozent der Anteile an Endesa gesichert. Die Papiere könnten zu einem Durchschnittspreis von 33,30 Euro erworben werden.

Damit kommt Acciona seinem Ziel nahe, 25 Prozent an Endesa zu erlangen: Acciona war Ende September überraschend mit zehn Prozent bei dem größten spanischen Energiekonzern eingestiegen und hatte damit Eon zu einer massiven Erhöhung seiner Offerte für Endesa gedrängt. Eon bietet je Endesa-Papier 35 Euro und strebt 50,01 Prozent des Grundkapitals an Eon an.

Nach einem Bericht der spanischen Zeitung „Cinco Dias“ hat zudem die Regierung in Madrid beim Management des Versorgers Enel nachgefragt, ob die Italiener einen 15-prozentigen Anteil an Endesa kaufen könnten. Wie das Blatt am Freitag auf seiner Internetseite schreibt, könnte Spanien mit einem Einstieg der Italiener die Endesa-Übernahme durch Eon endgültig durchkreuzen: Die Regierung hält über die Holding Sepi drei Prozent an Endesa, die spanische Sparkasse Caja de Madrid besitzt zehn Prozent. Gelingt es Acciona tatsächlich, 25 Prozent an Endesa zu erwerben, würden die Eon-Gegner zusammen mehr als 50 Prozent halten.

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