Kampf um Endesa
Eon-Manager verhandeln mit Acciona

In den festgefahrenen Übernahmekampf um Endesa kommt Bewegung. Nach Informationen des Handelsblatts aus Kreisen der beteiligten Unternehmen will sich Eon mit dem spanischen Rivalen Acciona einigen. Dazu hat es am Freitag bereits ein Treffen zwischen Vertretern beider Parteien in Madrid gegeben.

DÜSSELDORF / MAILAND / MADRID. Eon und sein spanischer Rivale Acciona haben sich am Freitag in Madrid getroffen. Eon wurde dabei offenbar unter anderem von Vorstandsmitglied Lutz Feldmann, zuständig für die Entwicklung neuer Märkte, vertreten.

Der Verhandlungsweg ist für Eon-Chef Wulf Bernotat fast die einzige Möglichkeit, um die 41 Mrd. Euro schwere Übernahme des größten spanischen Energiekonzerns noch zu retten. Die Chancen seiner Offerte, deren Annahmefrist am 29. März abläuft, haben sich dramatisch verschlechtert, nachdem vor kurzem der italienische Enel-Konzern beim Zielobjekt Endesa eingestiegen ist, um Eon zu blockieren. Der Konkurrent hat sich bereits 24,9 Prozent der Aktien gesichert. Weitere 21 Prozent hält der Mischkonzern Acciona, der schon seit Monaten gegen Eon kämpft. Drei Prozent werden von der spanischen Industrieholding Sepi kontrolliert.

Offiziell dementieren die drei Unternehmen zwar jegliche Verbindung. In Branchenkreisen wird aber vermutet, dass sie eine Allianz gegen Eon geschmiedet haben. Bernotat muss nun versuchen, die Blockade zu brechen. In der vergangenen Woche hatte er bereits angekündigt, das Gespräch zu suchen.

Der renommierte spanische Investigationsjournalist Jesús Cacho schreibt auf seinem Informationsportal „El Confidencial“, dass bei dem Treffen in einer Madrider Anwaltskanzlei außer Feldmann von Eon auch der Acciona-Vorstand Valentín Montoya anwesend war. Während ein erstes Treffen zwischen Bernotat und Acciona-Chef José Manuel Entrecanales vor Monaten noch unterkühlt verlaufen war, soll es dieses Mal eine erste, zarte Annäherung gegeben haben. Feldman habe vorgeschlagen, den Spaniern Endesas Geschäft mit den erneuerbaren Energien zu überlassen, wenn Acciona seine Endesa-Aktien zum offiziellen Preis von 38,75 Euro je Aktie an Eon abgibt.

Acciona dementiert zwar auf Anfrage, dass es eine Einigung gibt. Der Konzern betont gleichzeitig, dass er offen sei, mit allen zu reden. Eon wollte keinen Kommentar abgeben.

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