Kampf um Fußball-Geschäft: Nike sagt Adidas Kampf an

Kampf um Fußball-Geschäft
Nike sagt Adidas Kampf an

In der Sportindustrie tobt ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft im prestigeträchtigen Fußball-Geschäft. Sowohl der US-Konzern Nike als auch der deutsche Konkurrent Adidas sehen sich im Vorfeld der Weltmeisterschaft im Sommer in Deutschland in einer Führungsposition.

BERLIN. „Seit wir vor zwölf Jahren in das Geschäft eingestiegen sind, haben wir unseren Fußball-Umsatz von 40 Mill. Dollar auf jetzt 1,5 Mrd. Dollar gesteigert“, sagte Carlie Denson, Markenchef von Nike, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Damit verkaufen die Amerikaner inzwischen deutlich mehr Fußball-Artikel als der fränkische Traditionskonzern Adidas, der seit Jahrzehnten sein Geld mit Bällen und Trikots verdient.

Die Herzogenauracher allerdings betrachten sich selbst als die Nummer eins, wenn es um Fußball geht. Im Umfeld von Adidas heißt es, der Konzern habe weltweit einen Marktanteil von etwa 35 Prozent, Nike komme nur auf 25 Prozent. Adidas kündigte im vergangenen Herbst an, in diesem Jahr erstmals Fußball-Ausrüstung für mehr als eine Mrd. Euro zu verkaufen. „Das werden wir locker schaffen“, heißt es in diesen Tagen bei Adidas.

Mit diesen Fußball-Umsätzen bliebe Adidas allerdings deutlich unter den umgerechnet 1,2 Mrd. Euro, die Nike angibt. Unabhängige Zahlen von Analysten gibt es für das Segment nicht. Hinter Nike und Adidas ist Puma die Nummer drei mit einem Marktanteil von weniger als zehn Prozent. Den Rest teilen sich viele kleinere regionale Anbieter.

Fußball ist für Nike und Adidas, die beiden größten Sportartikelanbieter der Welt, enorm wichtig. „Das ist der populärste Sport der Erde, da wollen wir natürlich die Nummer eins sein“, unterstrich Denson. Der Manager ist hinter dem neuen Konzernchef Mark Parker der zweite Mann in der Hierarchie von Nike.

Die Fußball-Umsätze schießen seit Jahren in die Höhe, vor allem in Asien begeistern sich immer mehr Jugendliche für das Spiel. Dazu kommt, dass die Ausrüstung nicht mehr nur auf dem Spielfeld, sondern auch in der Freizeit angezogen wird. Denson: „Der Lifestyle zieht in den Fußball ein. Das schafft uns riesige Wachstumsmöglichkeiten.“

Gerade im Jahr der Weltmeisterschaft legen sich die Rivalen mächtig ins Zeug. Adidas-Chef Herbert Hainer hat seinen Aktionären für 2006 ein zweistelliges Wachstum der Fußball-Umsätze versprochen. Auch Nike-Manager Denson kündigte gestern an, dass der Konzern in diesem Geschäftsfeld zulegen werde. Details wollte er allerdings nicht nennen.

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