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05.09.2008 
Energiebranche

Kampf um Zukunft von British Energy spitzt sich zu

Der Kampf um die Zukunft des britischen Atomkraftbetreibers British Energy hat sich zugespitzt. Nach der unlängst geplatzten Übernahme durch EDF wurde am Freitag über Fortschritte bei einem neuen Anlauf des französischen Energieversorgers berichtet.

HB LONDON. Die Gespräche dauerten an und ein Abschluss erscheine möglich, sagten zwei Branchenvertretern. Eine Einigung stehe aber nicht unmittelbar bevor. British-Energy-Aktionär M&G streckte jedoch gleichzeitig die Fühler beim britischen Gaskonzern Centrica für ein Gegengebot aus. M&G hält das EDF-Angebot für zu niedrig.

Die "Financial Times" berichtete, EDF habe sich nach fruchtbaren Gesprächen mit einigen Großinvestoren von British Energy einer Übernahme weiter angenähert. Die Verhandlungen seien aber in einem Anfangsstadium und könnten auch noch scheitern. EDF, der weltgrößte Einzelproduzent von Atomkraft, hoffe allerdings auf einen Abschluss noch in den kommenden zwei Wochen. Die Franzosen hätten eine Aufbesserung des Gebots von bisher zwölf Mrd. Pfund (rund 15 Mrd. Euro) für British Energy in Aussicht gestellt.

Der Fondsmanager M&G erklärte, es habe konstruktive Gespräche mit Centrica über ein mögliches Geschäft gegeben. M&G bevorzuge es, wenn Centrica ein Gebot für British Energy vorgelegt würde. M&G hält sieben Prozent an British Energy und hatte zusammen mit dem größeren Eigner Invesco die EDF-Bar-Offerte in letzter Minute abgelehnt. Invesco hält 15 Prozent an British Energy und neigt auch zu Centrica, die Anfang des Jahres eine Fusion angeboten hatten. Die Regierung in London, die 35 Prozent an British Energy hält, favorisiert dagegen EDF.

Die Entwicklung in Großbritannien wird auch von den deutschen Energiekonzernen Eon und RWE mit großem Interesse verfolgt.

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