Kampfflugzeug F-35 US-Konzern Lockheed hofft weiter auf Deal mit der Bundeswehr

Der Rüstungskonzern Lockheed aus Amerika bleibt zuversichtlich: Er geht davon aus, dass die deutsche Bundeswehr sein Tarnkappen-Kampfflugzeug kaufen wird. Das Verteidigungsministerium prüft derzeit allerdings ein anderes Kampfflugzeug.
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Der US-Konzern Lockheed baut weiterhin darauf, dass die deutsche Bundeswehr seinen Typ des Tarnkappen-Kampfflugzeugs F-35 kauft. Quelle: Reuters
Lockheed

Der US-Konzern Lockheed baut weiterhin darauf, dass die deutsche Bundeswehr seinen Typ des Tarnkappen-Kampfflugzeugs F-35 kauft.

(Foto: Reuters)

Berlin
Der US-Konzern Lockheed Martin rechnet sich weiter Chancen auf den Verkauf seines Tarnkappen-Kampfflugzeugs F-35 an die Bundeswehr aus, obwohl das Verteidigungsministerium primär den Eurofighter als Nachfolger für die Tornado-Kampfjets prüfen will. „Wir erwarten einen offenen und fairen Wettbewerb“, erklärte Lockheed-Sprecher Eric Schnaible. „Wir sind zuversichtlich, dass die F-35 aktuell die beste Wahl für die Luftwaffen der Nato und für eine glaubwürdige Abschreckung in Zukunft ist.“ Auch beim US-Militär wurde darauf verwiesen, dass der Auswahlprozess gerade erst begonnen habe. "Die USA sind zuversichtlich, dass es US-Flugzeuge gibt, die im Wettbewerb bestehen können", hieß es.

Die US-Regierung, die den Verkauf jeglicher US-Kampfjets an Deutschland genehmigen muss, hat bis Ende März Zeit, um auf die Anfrage der Bundeswehr zu näheren Informationen über die F-35 sowie die beiden Boeing-Jets F-15 und F-18 zu antworten. Sie ist rechtlich dazu verpflichtet, alle amerikanischen Anbieter bei solchen Geschäften in gleicher Weise zu vertreten. Von Boeing war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte zuletzt erklärt, es prüfe primär eine Weiterentwicklung des Eurofighters als Ablösung für die alternden Tornado-Kampfjets ab 2025. Sekundär würden die US-Flugzeuge F-35, F-15 und F-18 untersucht, hieß es in einem Schreiben von Verteidigungsstaatssekretär Ralf Brauksiepe, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Das Ministerium stellte sich damit gegen Luftwaffen-Chef Karl Müllner, der kürzlich eine Präferenz für die F-35 geäußert hatte.

Der Tornado spielt in der Bundeswehr allerdings eine Sonderrolle, da er auch die Aufgabe der nuklearen Teilhabe erfüllt. Im Krisenfall würde er amerikanische B61-Atombomben zum Ziel tragen. Hält die Bundesregierung an der nuklearen Teilhabe fest, müsste nach der Außerdienststellung des Tornado ein anderer Jet diese Aufgabe übernehmen und dafür technisch gerüstet werden. Dies könnte zum Stolperstein werden: Die US-Regierung müsste die Genehmigung dafür erteilen, den Eurofighter für die Aufnahme amerikanischer Atombomben tauglich zu machen. Die F-15 kann die Bomben bereits tragen, und die F-35 soll dafür bis Anfang der 2020er Jahre ausgerüstet sein. Die Luftwaffe besitzt 85 Tornado-Jets, die ab den 1970er-Jahren gebaut wurden.

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