Kanaltunnel-Züge
Alstom zieht gegen Siemens vor Gericht

Vor zwei Wochen hatte Eurostar angekündigt, Züge im Wert von 600 Millionen Euro bei Siemens zu bestellen – und nicht beim französischem Konkurrenten Alstom. Nun hat Alstom wegen der zehn Kanaltunnel-Züge in London Klage eingereicht. Alstom sei der Ansicht, dass der Vertrag vorerst nicht unterschrieben werden dürfe.
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HB PARIS. Die von der Bahngesellschaft Eurostar gewünschten Hochgeschwindigkeitszüge entsprächen nicht den derzeitigen Sicherheitsbestimmungen für die Durchfahrt durch den Ärmelkanaltunnel. Eurostar hatte vor zwei Wochen angekündigt, einen Auftrag für neue Züge im Wert von rund 600 Mio. Euro an Siemens vergeben zu wollen. Die Züge für je 900 Passagiere sollen die bestehende Flotte ergänzen und bis zu 320 Kilometer pro Stunde schnell sein. Alstom und die französische Regierung laufen gegen die Pläne Sturm. Die Eurostar-Flotte besteht bislang nur aus TGV-Fahrzeugen von Alstom.

Eurostar betreibt die Zugverbindung zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal. Das Unternehmen wurde als Gemeinschaftsprojekt der Bahngesellschaften SNCF (Frankreich) und SNCB (Belgien) sowie der inzwischen privatisierten British Rail (Großbritannien) gegründet. Die staatliche SNCF ist mit einem Anteil von 55 Prozent größter Anteilseigner.

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