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Kanzlerin in China: Merkel will Mittelständler nach China schicken

Blitzbesuch in Südchina. Die Kanzlerin schaut sich die Fertigung von Tunnelbohrmaschinen der Firma Herrenknecht in Guangzhou an: Merkel will mehr kleinere Unternehmen für Fernost begeistern.

Angela Merkel lässt sich bei Herrenknecht eine Tunnelbohrmaschine erklären. Quelle: dapd
Angela Merkel lässt sich bei Herrenknecht eine Tunnelbohrmaschine erklären. Quelle: dapd

GuangzhouEs ist schon ein Ritual der Kanzlerreisen nach China: Der Besuch bei einem deutschen Unternehmen. Bei ihrer diesjährigen Tour durchs Reich der Mittel besucht Angela Merkel den Tunnelbohrspezialisten Herrenknecht. Auf einem kurzen Rundgang wechselt sie einige Worte mit ihrem Gastgeber, Premier Wen Jiabao – vor dem Hintergrund eines haushohen Bohrkopfs, der einmal einen U-Bahntunnel graben wird. Die Mitarbeiter vor Ort haben das Ungetüm ganz stilecht in Schwarz, Rot und Gold angemalt.

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Herrenknecht macht zwar eine runde Milliarde Umsatz und ist unangefochtener Weltmarktführer, doch „wir verstehen uns als Mittelständler“, wie der Gründer und Firmenchef Martin Herrenknecht vor Ort betont. Es ist kein Zufall, dass Merkel die örtliche Niederlassung eines solchen Unternehmens besucht.

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Denn sie hat schon am ersten Tag einen Teil ihrer Mission bekannt gegeben: „Auch der Mittelstand könnte sich noch mehr auf dem chinesischen Markt engagieren.“ Wenn Europa schwächelt, soll die deutsche Wirtschaft da ihr Geld verdienen, wo das Wachstum lockt.

Die Firma Herrenknecht jedenfalls macht in China sehr gute Geschäfte. „Es läuft sehr gut“, sagt Herrenknecht. Zwischen 20 und 30 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen bereits in China. Es beschäftigt dort 850 von 4000 Mitarbeiten. Denn kein Land hat einen so hohen Bedarf an neuen Tunneln wie China: Es baut für 1,3 Milliarden Menschen neue U-Bahnen, Straßen, Eisenbahnlinien und Wasserleitungen.

Eines der ambitioniertesten Ingenieursprojekte des Reichs der Mitte machen die Maschinen von Herrenknecht erst möglich: Eine gewaltige Wasserleitung, über die der wasserreiche Süden des Landes den trockenen Norden versorgen Soll. Die Strecke des Doppeltunnels läuft unter Flüssen und Bergmassiven hinweg – gegraben von Herrenknecht-Maschinen.

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Der Standort Guangzhou geht auf einen früheren Kanzlerbesuch zurück: Als Gerhard Schröder vor genau zehn Jahren hier war, hat Herrenknecht in seinem Gefolge die nötigen Beziehunge geknüpft. Die Provinz und die Stadt haben ihm exzellente Investitionsbedingungen geboten und ihm zudem ein Gelände angeboten, das eine einfache Verschiffung der schweren Teile von Tunnelbohrmaschinen möglich macht. Die Exemplare, die vor der Expo einen neuen Tunnel unter dem Fluss Huangpu in Shanghai gegraben haben, wogen 5000 Tonnen.

Merkel zeigte sich begeistert von der Besichtigung. „Hier werden sehr gute Lösungen angeboten.“ Das Beispiel zeige, welche Chancen China für Mittelständler biete. Umgekehrt haben entsprechende chinesischen Unternehmen in diesem Jahr die Möglichkeit, sich auf der Hannover Messer zu präsentieren – Partnerland ist 2012 China.

  • 09.02.2012, 11:04 UhrAnonymer Benutzer: MeinBruderderDoktor

    Sehr geehrte Damen und Herren, ich empfehle Ihnen und ganz besonders unserer tapsigen, lächelnden Kanzlerin die Bücher von Prof. Haro von Senger - insbesondere Moulüe und 36 Strategeme - zu lesen, um zu begreifen, dass der Gelbmann nicht die Erlösung, sondern das Ende unserer Freiheit bedeutet. Wer CSU wählt, wählt Merkel!

  • 04.02.2012, 16:02 UhrAnonymer Benutzer: Eurochina

    Ähhhh ich verstehe nichts mehr - wir haben doch ein Problem mit der europäischen Wirtschaftsstruktur, zB zu wenig Effizienz, Innovation, Fortschritt, Entwicklung, und Wachstum.
    Und die Lösung ist dem Problem den Rücken zu kehren, nach China abzuwandern um dort mit den niedrigen chinesische Löhnen Erfolg zu haben?

    Wann kümmert sich endlich mal jemand um all die Strukturprobleme, Rechtssicherheit und Investitionen für die Zukunft der europäischen Wirtschaft?

  • 03.02.2012, 16:55 UhrAnonymer Benutzer: Realitaetsverlust

    Merkel und ihre Experten beweisen wieder mal, dass sie keine Ahnung von der Realwirtschaft haben, denn die Mittelständler sind schon jahrelang in China sehr erfolgreich tätig.

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