Kapazitäten werden aufgestockt
VW steuert in China weiter auf Rekordkurs

Der Volkswagen-Konzern steuert auf dem boomenden Automobilmarkt in China trotz der dort grassierenden Lungenkrankheit SARS weiter auf Rekordkurs. „Die Zahlen der ersten fünf Monate liegen auf Rekordniveau“, sagte ein Konzernsprecher am Freitag auf Anfrage in Wolfsburg.

Reuters HAMBURG. Für das Gesamtjahr gehe Europas größter Automobilkonzern daher fest davon aus, den geplanten Absatz von über 600 000 Fahrzeuge in China zu erreichen. Im vergangenen Jahr hatte Volkswagen die Auslieferungen in dem Land um fast 43 % auf 513 000 Fahrzeuge gesteigert. Bis 2007 sollen die jährlichen Verkäufe in dem am schnellsten wachsenden Automobilmarkt der Welt auf eine Million zunehmen. Deshalb führt der Konzern eigenen Angaben zufolge derzeit intensive Untersuchungen durch, um die Kapazitäten zu erhöhen. Dabei werde sowohl eine Aufstockung an bestehenden Standorten als auch der Bau neuer Pkw-Werke geprüft. Eine Entscheidung solle noch in diesem Jahr fallen, möglicherweise aber erst gegen Ende, sagte der VW-Sprecher.

Die Nutzfahrzeugsparte prüft derzeit den Markt in China für den Transporter T4 und führt dazu nach Aussagen eines Sprechers Gespräche in dem Land. „Die Pläne gibt es schon. Es ist aber noch nichts entschieden“, sagte er. Die „Financial Times Deutschland“ (FTD) hatte am Freitag berichtet, dass die Entscheidung zur Produktion des T4 in China bereits getroffen sei. Der Markt für leichte Nutzfahrzeuge sei sehr interessant, zitierte die FTD einen VW-Repräsentanten in China.

Volkswagen ist in China mit einem Anteil von fast 40 % Marktführer. Der Wolfsburger Konzern hatte im ersten Quartal mit rund 149 500 Fahrzeugen zum ersten Mal deutlich mehr Fahrzeuge in China abgesetzt als im bislang volumenstärksten Markt in Deutschland. Dort wurden von Januar bis März wegen der anhaltenden Konjunkturschwäche rund 114 000 Fahrzeuge verkauft.

„Wir werden ganz klar die Kapazitäten aufstocken müssen“, sagte der VW-Sprecher in Wolfsburg. Bislang sei noch nicht entschieden, ob dies an den Standorten der beiden Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Partnern in Changchun oder Shanghai geschehen, oder neue Fabriken gebaut werden sollen. „Derzeit laufen intensive Untersuchungen dazu“, sagte der VW-Sprecher.

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