Kapazitätsauslastung gibt Anlass zur Sorge
Lonza enttäuscht die Märkte

Erst sieben Wochen im Amt, muss der neue Lonza-Chef Stefan Borgas schon eine nüchterne Bilanz für das erste Halbjahr präsentieren: Der Schweizer Spezialchemie-Konzern hat im ersten Halbjahr 2004 Gewinn- und Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

HB BASEL. „2004 ist ein Übergangsjahr“, sagte der CEO des Basler Chemiekonzerns am Mittwoch bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen. Lonza ist Borgas zufolge weiterhin in einer Phase der Neuorientierung, in der die strategische Ausrichtung aller Sparten überprüft werden sol. „Ich bin zuversichtlich, dass wir im Januar einen strategischen Ausblick zu jedem Geschäftsfeld geben können“, sagte er weiter.

Überkapazitäten und steigende Rohstoffpreise sowie der schwache Dollar hatten dem einstiegen Börsenliebling Lonza die Bilanz in den ersten sechs Monaten verhagelt. Der Konzerngewinn sank um 15,7 Prozent auf 70 Millionen Franken, wie das Unternehmen in Basel mitteilte. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel um 11,6 Prozent auf 107 Millionen Franken. Auch beim Umsatz verbuchte das Unternehmen einen Rückgang: Die Verkäufe gingen um 6 Prozent auf 1,09 Milliarden Franken.

Für das gesamte laufende Geschäftsjahr bestätigte Lonza dennoch seine Prognose. Danach soll der Konzerngewinn auf 3 Franken pro Aktie steigen, das entspräche etwa 150 Millionen Franken. Im vergangenen Jahr war der Konzerngewinn wegen außerordentlicher Belastungen auf 91 Millionen Franken eingebrochen.

Für die zweite Jahreshälfte sieht Borgas immerhin Aufwärtstendenzen. Unter anderem werde die neue Biotech-Fabrikation im britischen Portsmouth die Geschäfte ankurbeln. „Die neue Anlage in Portsmouth ist einer der Faktoren, dass das zweite Halbjahr besser wird als das Erste“, sagte der 40-jährige Deutsche. Bereits im derzeitigen Testbetrieb erwirtschafte die Anlage erste Erträge.

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