Kapitalerhöhung
Bayer besorgt sich 1,2 Milliarden für Schering-Kauf

Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer treibt die Finanzierung der Übernahme des Berliner Konkurrenten Schering weiter voran. Über eine Kapitalerhöhung sollen 1,2 Mrd. Euro in die Kasse fließen.

HB FRANKFURT. Die Platzierung von 34 Mill. neuen Aktien solle über ein beschleunigtes Angebotsverfahren laufen, teilte Bayer am Donnerstag in Leverkusen mit. Sie richte sich ausschließlich an institutionelle Investoren und werde noch an diesem Donnerstag abgeschlossen. Die Erhöhung des Grundkapitals betrage 4,7 Prozent. Der Erlös aus der Kapitalerhöhung solle nach der Preisfestsetzung bekannt gegeben werden.

Bayer will Schering für rund 17 Mrd. Euro übernehmen. Die Akquisition ist die größte in der mehr als 140-jährigen Geschichte des Leverkusener Konzerns.

Mit der Kapitalerhöhung seien die zur Finanzierung des Schering-Kaufs geplanten Eigenkapitalmaßnahmen abgeschlossen, teilte Bayer mit. Sie liegen damit deutlich unter der dafür ursprünglich vorgesehenen Obergrenze von 4 Mrd. Euro. Bayer hatte im April bereits eine Wandelanleihe über 2,3 Mrd. Euro begeben.

Bayer hatte in der vergangenen Woche bei der Ankündigung des Verkaufs seiner Diagnostika-Sparte an den Münchener Technologiekonzern Siemens bereits mitgeteilt, dass sich die Eigenkapitalmaßnahmen voraussichtlich um rund 500 Mill. Euro verringern werden. Der Verkauf der Sparte für 4,2 Mrd. Euro an die Münchener bringt Bayer Einnahmen von etwa 3,6 Mrd. Euro nach Steuern, was die Finanzierung des Schering-Kaufs erleichtert.

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