Kapitalerhöhung bringt 78,6 Millionen Euro
GPC Biotech hat frisches Geld eingesammelt

Das Biotechnologieunternehmen GPC Biotech hat aus seiner Kapitalerhöhung einen Nettoemissionserlös von 78,6 Millionen Euro erzielt.

HB FRANKFURT. Im Rahmen eines kombinierten Angebots seien insgesamt 7,4 Aktien angeboten worden, teilte die im Technologieindex TecDax gelistete GPC Biotech am Mittwoch mit. „Wir haben die volle Anzahl der Aktien platzieren können“, sagte ein GPC-Sprecher. Die Kapitalerhöhung umfasste ein Angebot mit Bezugsrecht an die Altaktionäre zum Bezugspreis von 12,50 € sowie ein globales Angebot an internationale Investoren für 12 €. Mit der Kapitalerhöhung wird die GPC-Aktie am Mittwoch erstmals an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelt. GPC-Papiere verloren am Vormittag an der Frankfurter Börse in einem freundlichen Marktumfeld 2,8 % auf 12,13 €.

Von den Altaktionären seien zu dem Bezugspreis von 12,50 € rund 2,6 Mill. Aktien gezeichnet worden, hieß es. Im Rahmen des globalen Angebots wurde zum niedrigeren Preis von 12 € der größere Teil von 4,5 Mill. Aktien platziert. Für den Handel an der Nasdaq war der Preis in American Depositary Shares (ADS) auf 14,55 Dollar festgesetzt worden. Das gobale Angebot bestand aus einem öffentlichen Angebot in Deutschland und den USA sowie einer Privatplatzierung bei instiutionellen Anlegern in anderen Ländern.

Zusätzlich räumte GPC Biotech den Konsortialbanken die Option ein, bis zu 1,1 Mill. Aktien zum Preis des globalen Angebots für eine Mehrzuteilung (Greenshoe) zu erwerben. Wenn der Greenshoe vollständig ausgeübt wird, kann GPC mit einem Nettoerlös von insgesamt 91,2 Mill. € rechnen.

Mit dem Geld will das in Martinsried bei München ansässige Unternehmen weitere Studien für das Prostatakrebsmittel Satraplatin finanzieren - den einzigen Hoffnungsträger des defizitären Unternehmens. GPC hat bislang noch kein einziges Produkt auf den Markt gebracht. Zudem soll möglicherweise in die Forschung investiert werden. Im vergangenen Jahr hatte GPC Biotech deutlich weniger für die Forschung ausgegeben und damit die Verluste stärker reduziert als erwartet. Satraplatin soll 2007 auf den Markt kommen und jährliche Spitzenumsätze von mehr als 500 Mill. Dollar erzielen.

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