Kapitalerhöhung
Fresenius will sich 840 Millionen Euro besorgen

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat die für seine milliardenschwere Übernahme der Helios-Kliniken geplante Kapitalerhöhung formal festgezurrt.

dpa-afx BAD HOMBURG. Der Vorstand der Fresenius AG habe mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung von 4,7 Mill. neuen Stammaktien und 4,7 Mill. neuen Vorzugsaktien beschlossen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bad Homburg mit.

Durch die Kapitalerhöhung werde dem im MDax notierten Unternehmen voraussichtlich ein Erlös von rund 840 Mill. Euro zufließen, hieß es weiter. Die Bezugspreise betragen mindestens 86 Euro je Stammaktie und 93 Euro je Vorzugsaktie und können bis zum 15. November erhöht werden. Die endgültigen Bezugspreise sollen voraussichtlich am 15. November bekannt gegeben werden. Die Bezugsfrist soll vom 17. November bis 30. November laufen. Den Aktionären werde ein Bezugsrecht eingeräumt.

Die neuen Stamm- und Vorzugsaktien würden von einem Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Bank sowie Dresdner Kleinwort Wasserstein und WestLB als Joint-Bookrunner zu marktüblichen Bedingungen übernommen. Verpflichtung sei, die Stammaktien den Stammaktionären und die Vorzugsaktien den Vorzugsaktionären jeweils im Verhältnis 9:2 zum Bezug anzubieten

Fresenius hatte vor eineinhalb Wochen angekündigt, sein Krankenhausgeschäft mit Hilfe der Übernahme der Helios Kliniken GmbHh zum dritten Standbein im Konzern auszubauen. Finanziert werden soll der rund 1,5 Mrd. Euro teure Zukauf mit einer Kapitalerhöhung und einer Anleihe, Ende des Jahres soll die Übernahme abgeschlossen sein.

Die Großaktionärin Else Kröner-Fresenius-Stiftung wird sich - wie bereits bekannt - mit einem Betrag von 100 Mill. Euro an der Kapitalerhöhung beteiligen. Darüber hinaus solle der Erlös aus dem Verkauf überzähliger Bezugsrechte in vollem Umfang investiert werden.

Auch der andere Großaktionär Allianz Lebensversicherungs-AG hatte bereits mitgeteilt, sie wolle die Kapitalerhöhung "positiv" begleiten. Die WestLB hatte nun erklärt, dass sie sämtliche auf ihre Beteiligung entfallenden Bezugsrechte in vollem Umfang ausüben und die neuen Aktien beziehen wolle.

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