Kartellamt genehmigt
Porsche darf Anteil an VW aufstocken

Porsche darf von Gesetzes wegen seinen Anteil an Volkswagen auf eine Sperrminorität aufstocken. Damit rüstet sich der Stuttgarter Sportwagenbauer für einen möglichen Wegfall des VW-Gesetzes, das die Machtverhältnisse im Konzern regelt.

HB DÜSSELDORF. Das Bundeskartellamt billigte am Freitag einen Antrag von Porsche, den Anteil an Volkswagen um 3,9 Prozent auf dann 25,1 Prozent zu erhöhen. Die Geschäftstätigkeit der beiden Hersteller überschneide sich nur in den Bereichen Sport- und Geländewagen, erklärten die Kartellwächter zur Begründung. Eine marktbeherrschende Stellung werde durch die Anteilsaufstockung weder entstehen noch verstärkt werden. „Das Amt hat keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken“, erklärte Kartellamtschef Ulf Böge.

Damit bauen die Stuttgarter ihre Position für den Fall eines Wegfalls des VW-Gesetzes aus. Das aus den 1960er Jahren stammende Gesetz legt fest, dass kein VW-Aktionär mehr als 20 Prozent der Stimmrechte ausüben darf und erschwert damit faktisch eine Übernahme. Die Europäische Union sieht in dem Gesetz eine illegale Investitionshürde und verlangt dessen Abschaffung.

Porsche will mit der Beteiligung an VW auch seine Zusammenarbeit mit dem Wolfsburger Konzern absichern. Neben der Kooperation bei den Geländewagen Cayenne und Touareg wollen Porsche und VW auch bei Hybrid-Antrieben und bei der geplanten vierten Baureihe von Porsche kooperieren. VW wird für die 2009 geplante viertürige Baureihe unter anderem lackierte Rohkarossen liefern.

Porsche ist seit Herbst 2005 größter Aktionär bei VW. Das Land Niedersachsen ist nur noch zweitgrößter Anteilseigner. Die ursprüngliche Porsche-Beteiligung von gut 18 Prozent ist durch die Einziehung von Volkswagen-Aktien zwischenzeitlich auf 21,2 Prozent gewachsen.

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