Kartellamt: Spezialabteilung auf Energiekonzerne angesetzt

Kartellamt
Spezialabteilung auf Energiekonzerne angesetzt

Angesichts der steigenden Strom- und Gaspreise will das Bundeskartellamt den Energiekonzernen mit einer neuen Prüfabteilung zu Leibe rücken. Preiserhöhungen werden für die Unternehmen damit schwieriger.

HB DÜSSELDORF. Die Missbrauchsaufsicht mit zunächst acht Vollzeitstellen habe ihre Arbeit aufgenommen, teilte die Wettbewerbsbehörde am Freitag in Bonn mit. „Der Wettbewerb auf den Gas- und auch auf den Strommärkten ist noch nicht ausreichend in Gang gekommen“, sagte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer.

Grundlage der Neuerung sei ein im Dezember in Kraft getretenes Gesetz, das dem Bundeskartellamt und den Landeskartellbehörden die Verfolgung von überhöhten Preisen in den Strom- und Gasmärkten erleichtern solle. Unter anderem müssen die Unternehmen nun den Grund für die Erhöhungen nachweisen.

Nach Angaben von Verbraucherschützern heben mehr als 300 Versorger zum Jahresauftakt ihre Preise deutlich an. Es wird mit einem Plus von durchschnittlich zehn Prozent gerechnet. Die Energiekonzerne begründen die Aufschläge mit höheren Rohstoff- und Beschaffungskosten.

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