Kartellwächter fürchten keine Wettbewerbsverzerrungen
EU-Kommission genehmigt Werftenverbund

Der Werftenverbund zwischen ThyssenKrupp und HDW hat von der EU-Kommission grünes Licht bekommen. Der Wettbewerb werde durch den Verbund nicht behindert, und die EU-Staaten als Nachfrager stark genug, ihn auch zu sichern.

HB BERLIN. Die EU-Kommission hat die Übernahme der Howaldtswerke Deutsche Werft (HDW) durch ThyssenKrupp genehmigt. Wie die Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte, habe die Überprüfung ergeben, dass die Übernahme keine Behinderung des Wettbewerbs zur Folge habe. Zu ThyssenKrupp gehören unter anderem die Nordsee-Werke in Emden.

Die Kommission hatte insbesondere den Bau von U-Booten mit konventionellem Antrieb ins Visier genommen. Zwar nehme der Werftenverbund auf diesen Märkten eine Führungsposition ein, hieß es, «doch es gibt weiterhin alternative Anbieter», stellten die Kartellwächter fest.

Dabei verwiesen sie auch auf den französischen Konkurrenten Direction des constructions navales (DCN) sowie auf den italienischen Schiffbauer Fincantieri. Frankreich strebt allerdings seinerseits einen Zusammenschluss zwischen DCN und den deutschen Werften an.

Dass der Wettbewerb nicht zum Stillstand kommt, sieht Brüssel auch dadurch gewährleistet, dass die nationalen Regierungen, «namentlich die Verteidigungsministerien der Mitgliedstaaten», stark genug seien, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.

Im November hatten die EU-Kartellwächter die Prüfung mit der Bitte um zusätzclihe Informationen unterbrochen. Der Verbund soll Anfang kommenden Jahres an den Start gehen.

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