Kassel-Baunatal
Großbrand in VW-Werk endet glimpflich

Im Volkswagen-Werk Baunatal bei Kassel ist es am späten Samstagnachmittag aus noch ungeklärter Ursache zu einer Explosion gekommen, worauf ein Großbrand ausbrach. Doch Glück im Unglück: Es gab weder Verletzte, noch kommt es zu Ausfällen in der Produktion. Das hatte am Samstagabend noch ganz anders ausgesehen.

HB BAUNATAL. gegen 18.30 Uhr war es auf dem Schrottplatz des Werkes zu einer Explosion gekommen, aus der sich ein Brand entwickelte, wie die Polizei in Kassel mitteilte. Den Brand braschte die Werksfeuerwehr zusammen mit Wehren der umliegenden Orte noch am Abend unter Kontrolle; mittlerweile ist er ganz gelöscht. Auf einem Schrottplatz seien am Samstag wahrscheinlich durch einen Blitzeinschlag rund 30 Tonnen Magnesiumschrott in Brand geraten, sagte ein Polizeisprecher. Dabei seien Außenwände von Gebäuden beschädigt worden; das Innere der Gebäude sei jedoch unbeschädigt geblieben. Der Großbrand hat die Produktionsanlagen nicht beeinträchtigt.

„Es gab nach jetzigem Kenntnisstand keine Explosion in der Gießerei“, sagte ein VW-Sprecher und korrigierte damit erste Angaben der Rettungskräfte vom Samstag. Diese hatten berichtet, Magnesium habe sich in der Gießerei entzündet. Dies hätte die gesamte Produktion auch in anderen VW-Werken in Mitleidenschaft gezogen. Volkswagen fertigt in Kassel-Baunatal Komponenten wie Abgasanlagen, Getriebe und Karosserieteile. In dem Werk sind 15 000 Menschen beschäftigt. Damit ist Kassel-Baunatal das zweitgrößte deutsche VW-Werk nach Wolfsburg.

Den Schaden bezifferte der VW-Sprecher am Sonntag auf rund 200 000 Euro. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, hatte er bereits kurz nach Ausbruch des Feuers gesagt; ein Polizeisprecher bestätigte dies am Sonntag.

Die zum Zeitpunkt der Explosion Zeitpunkt im Werk arbeitenden VW-Beschäftigten seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, hieß es. Es sei aber zu starker Rauchentwicklung gekommen, weshalb die Bevölkerung in der näheren Umgebung aufgefordert wurde, Fenster geschlossen zu halten. Befürchtungen, dass sich durch die starke Rauchentwicklung eine toxische Wolke entwickele, hätten sich jedoch nicht bestätigt. Die zwischenzeitlich voll gesperrten Autobahnen 44 und 49, die direkt am Werk vorbeiführen, wurden gegen 21 Uhr wieder freigegeben.

Insgesamt waren nach Polizeiangaben etwa 150 Kräfte samt Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache habe das hessische Landeskriminalamt übernommen, mit einer abschließenden Bewertung sei nicht vor übernächster Woche zu rechnen.

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