Kauf von APP Pharmaceuticals
Fresenius-Kapitalerhöhung verärgert Anleger

Der Gesundheitskonzern Fresenius will zur Finanzierung der Übernahme des US-Generikaspezialisten APP Pharmaceuticals auch eine Kapitalerhöhung auf den Weg bringen. Auf diese Ankündigung reagierten Anleger sehr verärgert.

HB BAD HOMBURG. "Es ist grundsätzlich vorgesehen, eine Kapitalerhöhung durchzuführen", sagte Finanzvorstand Stephan Sturm am Montag in Bad Homburg. Der überwiegende Teil werde aber auf Fremdfinanzierung entfallen. Weitere Finanzierungsdetails will Fresenius in den nächsten Wochen bekannt geben.

Einen Börsengang der Tochter Fresenius Kabi plant das Unternehmen aber nicht. "Einen Kabi-Börsengang wird es nicht geben", sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider. Fresenius kann nach Auskunft des Managements die Übernahme ohne einen Börsengang von Kabi finanzieren.

Die im MDax notierte Fresenius-Vorzugsaktie büßte am Montag zeitweilig zehn Prozent auf 48,50 Euro ein. "Es ist nicht die Übernahme an sich, sondern vielmehr die Wahrscheinlichkeit, dass zur Finanzierung eine Kapitalerhöhung notwendig ist", hatte ein Aktienhändler die Kursverluste erklärt, bevor Fresenius die Maßnahme bestätigte.

Fresenius-Chef Ulf Schneider sagte, dass der Konzern nach der APP-Übernahme weitere Akquisitionen erst einmal vorsichtiger angehen werde. Vorrang habe der Abschluss der APP-Transaktion.

Fresenius hatte angekündigt, APP für 3,7 Mrd. Dollar zu kaufen. Einschließlich der Schulden und einem an bestimmte Ziele geknüpften Nachschlag für die Aktionäre des Unternehmens beläuft sich der Transaktionswert nach APP-Angaben auf bis zu 5,6 Mrd. Dollar.

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