Kauf von DeTeImmobilien
Strabag hat Interesse an Telekom-Immobilien

Der österreichische Baukonzern Strabag streckt seine Fühler nach dem zum Verkauf stehenden Immobilienverwalter der Deutschen Telekom, DeTeImmobilien, aus. „Es gibt Gespräche, aber es ist noch nichts fixiert. Es gibt auch andere Interessenten“, sagte eine Strabag-Sprecherin am Donnerstag. Auch die deutschen Baukonzerne Bilfinger Berger und Hochtief haben offiziell Interesse bekundet.

Reuters WIEN/DÜSSELDORF. Die Telekom will sich vorerst nicht zu Namen von Interessenten äußern. „Das Verfahren läuft mit Zielrichtung Verkauf“, sagte ein Sprecher nur. Er sagte nicht, wann mit einem Abschluss zu rechnen sei.

Die „Financial Times Deutschland“ hatte am Donnerstag berichtete, vieles deute darauf hin, dass Strabag den Zuschlag erhalte. Hochtief wie auch Bilfinger Berger hätten ihr Interesse verloren. Beide Baukonzerne wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. Hochtief und Bilfinger haben das Geschäft mit der Bau- und Immobilienbetreuung zuletzt ausgebaut, um sich vom Auf und Ab am Bau unabhängiger zu machen. Bilfinger hatte erst im Mai das Gebäudemanagement-Geschäft von M+W Zander übernommen.

Die Telekom hatte im Frühjahr 2007 DeTeImmobilien auf eine Liste von Randbereichen gesetzt, deren Verkauf geprüft wurde, um den Erlös in neue Wachstumsfelder zu investieren.

Der Bonner Telekommunikationskonzern hat sich unter anderem schon von seinen Internettöchtern in Spanien und Frankreich sowie dem Mediendienstleister Media & Broadcast getrennt. Die Konzerntochter DeTeImmobilien, die mit etwa 6 500 Mitarbeitern auf einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro kommt, ist die letzte Gesellschaft auf dieser Verkaufsliste.

Die Deutsche Telekom will sich damit auf das Kerngeschäft konzentrieren. Das Unternehmen kämpft mit starken Umsatzverlusten im traditionellen Festnetz-Geschäft, in dem die Bonner früher ein Monopol hatten. Außerdem stocken auch die Geschäfte im einstmals sehr lukrativen Mobilfunk-Bereich.

Dem Vernehmen nach spielt in den Verhandlungen eine große Rolle, dass der Käufer die Verträge von DeTeImmobilien mit der Telekom übernimmt. Die Telekom ist selbst der größte Kunde des eigenen Gebäudemanagers und Hausverwalters. Diese Abhängigkeit könnte ein Hinderungsgrund für manche Interessenten sein, ebenso wie die große Zahl von Mitarbeitern.

Der Aktienkurs der Deutschen Telekom reagierte kaum auf die Meldungen zum bevorstehenden Verkauf des konzerneigenen Immobilienverwalters. Im Xetra-Handel endete der Telekom-Kurs bei 10,69 Euro, ein mageres Plus von gerade einmal 0,23 Prozent. Reuters

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