Kauf von Precision Castparts
Buffett landet seinen dicksten Deal

Vor seinem 85. Geburtstag richtet Warren Buffett seine Holding Berkshire Hathaway für die Zukunft aus. Der Kauf von Precision Castparts ist mit einem Wert von 37 Milliarden Dollar der größte Deal der Firmengeschichte.
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New YorkDie Investmentfirma des US-Milliardärs Warren Buffett will für 37,2 Milliarden Dollar den Industriekonzern Precision Castparts (PCC) kaufen. Berkshire Hathaway biete 235 Dollar je Aktie, was einem Aufschlag von gut 21 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vor dem Wochenende entspreche, teilte PCC am Montag mit. Man werde weiter weltweit das Geschäft betreiben und den Firmensitz in Portland haben. Es ist der bisher größte Zukauf in der Berkshire-Geschichte.

Der Milliardär hat mit dem Zukauf nach eigenen Worten seinen Übernahmehunger zunächst gestillt. „Damit sagen wir die Elefantenjagd in den kommenden zwölf Monaten ab“, erklärte Buffett im Sender CNBC. Berkshire will demnach aber kleinere Investitionen eingehen.

Das Unternehmen mit einem Marktwert von mehr als 26 Milliarden Dollar stellt Ausrüstung für die Flugzeug- und Energiebranche her. Mit einer Übernahme würde der Jahresumsatz von Berkshire um etwa 10 Milliarden Dollar und die Zahl der Mitarbeiter um 30.000 beziehungsweise um fast 10 Prozent steigen.

Auch würde Berkshire dadurch weiter in die Schwerindustrie vordringen und die Abhängigkeit von der Versicherungsbranche und dem Stock Picking verringern. Beides waren die Wachstumsmotoren bei Berkshire in den vergangenen 50 Jahren. Die heutige Struktur des Unternehmens, mit der Eisenbahngesellschaft BNSF und Beteiligungen im Bereich erneuerbare Energien, wäre Mitte der 90er-Jahre kaum vorstellbar gewesen. Damals waren Buffalo News und das Schuhgeschäft die herausragenden Bereiche, und die Gesellschaft wurde wegen ihrer Aktienengagements als Investmentfonds angesehen.

„Diese Zeiten sind vorbei“, sagt Lawrence Cunningham, Professor an der George Washington University und Autor des Buches „Berkshire Beyond Buffett,“ in einem Interview. „Es ist jetzt wirklich ein Industriebetrieb.“

Buffett hat auch sein Aktienportfolio geändert und einige langfristige Positionen reduziert, beispielsweise bei Procter & Gamble, Ende 2008 noch das drittgrößte Engagement von Berkshire. Im vergangenen Jahr handelte er einen Deal aus, einen Großteil der Aktien an P&G zurückzugeben im Tausch gegen das Geschäft mit Duracell-Batterien.

Der Erwerb von Unternehmen mit beständigen Aussichten sei „eine andere Art des Wertaufbaus“ als Aktien-Investments, sagte Buffett auf der Hauptversammlung im letzten Jahr. „Wir sind zu Phase Zwei übergegangen.“

Precision Castparts stellt mit moderner Ingenieurtechnik Metall-Industriekomponenten für Flugzeugmotoren und Kraftwerke her sowie Röhren für die Öl- und Gasbranche. Zwar standen die Ergebnisse in letzter Zeit im Energiesektor unter Druck, was den Aktienkurs belastet hat. Aber das ist wahrscheinlich kein Problem für Buffett, der nach Langfristengagements sucht, wo hohe Einstiegsbarrieren potenzielle Konkurrenten abschrecken würden. Die Aktien des Unternehmens stiegen vorbörslich im New Yorker Handel um fast 19 Prozent. Allerdings waren die Titel in den vergangenen zwölf Monaten um 17 Prozent gefallen.

„Das ist ein Geschäftsbereich mit einem Horizont von mehreren Jahrzehnten“, sagt David Rolfe, Fondsmanager bei Wedgewood Partners. „Sie haben diese unglaublich langen Beziehungen mit einigen Kunden. Und diese werden nicht zu einem Billiganbieter gehen, um ein Teil im Inneren eines Flugzeugmotors etwas billiger zu bekommen.”

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Versicherungsbereich entwickelt sich schlechter

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  • ... wenn VW die gleichen Margen erzielen würde: Operative Marge VW: 6 %; Precision Castparts: 25 %...

  • ... 1,25 Mil.$ je Mitarbeiter
    und das 3,5 fache vom Jahresumsatz.
    VW wäre dann so etwa 700 Milliarden € wert.
    Für mich ist so was immer zum Staunen

  • NGO s unterwandern die Demokratie

    Holdings unterwandern die freie Wirtschaft

    PFUI !!

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