Kaufangebot für Endesa
Eon geht auf Werbetour in Spanien

Im Übernahmekampf um Endesa erhält der Düsseldorfer Eon-Konzern indirekt Schützenhilfe vom größten Energieversorger Spaniens: Endesa wird heute beim Madrider Handelsgericht eine Kaution in Höhe von einer Mrd. Euro hinterlegen.

MADRID. Mit Zahlung der Kaution wird die Übernahme durch den spanischen Konkurrenten Gas Natural für mehrere Monate ausgesetzt: Das Gericht lässt jetzt eine Klage Endesas gegen die Vereinbarung von Gas Natural mit dem zweitgrößten spanischen Energieversorger Iberdrola zu, worin eine Zerschlagung von Endesa verabredet wurde, falls Gas Natural die Übernahme gelingt.

Beim Endesa-Management braucht Eon-Chef Wulf Bernotat entsprechend keine Überzeugungsarbeit für sein Übernahmeangebot zu leisten. Wohl aber bei der spanischen Politik, die eine „nationale Lösung“ klar befürwortet. Er plant jetzt eine Werbetour durch sechs spanische Regionen, auf der er sich mit den lokalen Regierungschef treffen will. Zu den Regionen, die der Eon-Chef besucht, gehören Andalusien, Aragón, Extremadura, Katalonien sowie die Balearen und die kanarischen Inseln.

Bernotat will bei seinen Gesprächen vor allem Bedenken gegen drohende Arbeitsplatzverluste nach einer Übernahme durch Eon ausräumen und Zusagen des Konzerns für geplante Investitionen in Spanien erneuern. Spanische Regierungskreise hatten mehrfach versucht, gegen den Einstieg der Deutschen in Spanien Stimmung zu machen, in dem sie vor einer drohenden Versorgungskrise vor allem auf den kanarischen Inseln warnten. Dort macht Endesa im Stromgeschäft seit Jahren Verluste.

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