Kaufangebote an Botox-Hersteller
Actavis bringt Trubel ins Rennen um Allergan

Mehrmals hat Botox-Hersteller Allergan Kaufangebote von Valeant abgelehnt. Als der Pharmakonzern sich mit einem Allergan-Investor zusammentat, klagte Allergan sogar. Nun prescht Rivale Actavis mit einem Angebot vor.
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New YorkDer Pharmakonzern Actavis plant Insidern zufolge ein neues Angebot für eine Fusion mit dem Botox-Hersteller Allergan. Allergan ziehe eine Offerte von mehr als 200 Dollar je Allergan-Anteilsschein in Erwägung, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Allergan-Aktie schloss an der New Yorker Börse mit 186,20 Dollar - damit ist das Unternehmen rund 55 Milliarden Dollar am Markt wert.

Actavis habe in den vergangenen Monaten informelle Gespräche mit Allergan über ein Zusammengehen geführt, hieß es in den Kreisen weiter. Einen formellen Kontakt habe es zwischen den beiden Unternehmen aber noch nicht gegeben, sagten die Insider. Sowohl Allergan als auch Actavis lehnten eine Stellungnahme ab.

Valeant erhöht seine Offerte

Allergan hat in der Vergangenheit wiederholt Vorstöße des kanadischen Arzneimittelkonzerns Valeant zurückgewiesen. Laut eines Berichts im "Wall Street Journal" vom Dienstag erhöhte Valeant mit dem Partner William Ackman seine Offerte für Allergan um 15 Dollar auf 191 Dollar - um Rivalen aus dem Rennen zu schlagen und weitere Investoren anzulocken.

Der Konzern aus Quebec hatte sich mit dem Allergan-Großaktionär zusammengetan und war erstmals im April vorgeprescht. Allergan hatte den Versuch einer feindlichen Übernahme mit einer Klage wegen Insiderhandels quittiert.

Um Valeant zu entgehen, hatte Allergan nach Informationen des "Wall Street Journal" nicht nur nach einer Alternative wie Actavis geschaut, sondern auch erwogen, selbst auf Einkaufstour zu gehen. Demnach liebäugelte Allergan mit der Übernahme von Salix Pharmaceuticals. Nach einem solchen Deal wäre das Unternehmen für einen Kauf durch Valeant zu groß.

Mit Valeant und Allergan würden sich zwei mittelgroße Unternehmen zusammenschließen, die beide in der Haut- und Augenmedizin tätig sind. Valeant ist seit längerem auf Einkaufstour. Erst 2013 hatten die Kanadier den Kontaktlinsen-Hersteller Bausch & Lomb erworben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Annika Reinert
Petrina Engelke
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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