Kaum Bestellungen für Boeing-Flugzeug
Superjumbo 747 ist nur noch für Obama gut genug

Boeings Kassenschlager 747 verkauft sich immer schlechter. Der Flugzeugbauer macht sich mit der 777X selbst Konkurrenz. Immerhin kann Boeing auf einen letzten Kunden hoffen: US-Präsident Barack Obama.
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WashingtonEine Ikone der jüngeren Luftfahrtgeschichte befindet sich im Sinkflug. Denn die letzten Jahre der Boeing 747 sind offenbar angebrochen. Sicheres Zeichen für das nahende Ende: Die US-Regierung ist mit einem Auftrag zur Modernisierung der Flotte der Air Force One für den Präsidenten noch der wahrscheinlichste - und möglicherweise letzte - potenzielle Kunde für den noch immer gewaltigen Jumbo-Jet.

Das Modell, konzipiert in den 60er Jahren, ist mittlerweile nicht mehr ausreichend auf die Bedürfnisse der meisten kommerziellen Fluggesellschaften zugeschnitten. Boeing spricht zwar noch mit Emirates über einen Auftrag für die modernisierte Version der 747-8, aber die Airline selbst hatte eine Bestellung zuletzt nach einem Großauftrag über 150 Stück der Boeing 777X für wenig wahrscheinlich erklärt.

Diese Version des Boeing-Jets wird nochmals größer und effektiver sein als die aktuelle Langstreckenmaschine 777. Der größte Konkurrent für den modernisierten Jumbo mit seinen vier Triebwerken ist damit zweimotorig und mindert mit seiner hohen Effizienz die Verkaufschancen der 747.

Wo es Emirates wirklich auf die schiere Größe ankommt, wird der noch riesigere Doppelstock-Airbus A380 so großzügig eingesetzt wie weltweit nirgendwo sonst. Emirates ist mit Abstand größter Betreiber des Jumbos des Boeing-Konkurrenten Airbus.

Derzeit werden von der 747-8 nicht mehr als 1,5 Stück im Monat gebaut. Die Chancen, neues Präsidentenshuttle zu sein, stehen gut, aber selbst für die jüngste Frachtversion des nahezu 50 Jahre alten Modells mit dem charakteristischen Höcker gibt es immer weniger Interessenten.

„Mit der neuen Air Force One wird es das gewesen sein – es sei denn, es geschieht noch ein Wunder im Markt für Luftfracht“, schätzt Glen Langdon von Langdon Asset Management aus San Francisco. Sein Unternehmen hat in den letzten Jahren zahlreiche gebrauchte 747 und andere große Frachtmaschinen verkauft.

Boeing kämpft weiterhin um Kunden für die 747-8 und nimmt sogar gebrauchte Exemplare für Neuaufträge in Zahlung. Einem internen Boeing-Papier zufolge steht finanziell viel auf dem Spiel, wenn die hohen Entwicklungskosten nicht durch neue Orders für die Maschine abgedeckt werden. Boeing hat für die neue Passagierversion, die 747-8I (für Intercontinental), seit dem Erstkunden Lufthansa im Jahr 2006 nur 51 Bestellungen erhalten. In diesem Jahr gab es für die 747-8 gar nur eine einzige feste Bestellung. Das war allerdings nicht immer so.

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Legendäre Pan Am erster Kunde

Kommentare zu " Kaum Bestellungen für Boeing-Flugzeug: Superjumbo 747 ist nur noch für Obama gut genug"

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  • Eher wird Boeing die nächsten AirForceOne spenden - aber der US-Präsident an Bord eines A380 wäre schon ein Knüller. Ich glaube aber kaum, dass sich Airbus hier im Bieterverfahren als reiner Preisdrücker ohne Siegchance einspannen lassen wird. Außer vielleicht mit echten Kampfpreisen des Spaßes wegen...

  • Sie haben Recht. Vielleicht ist der A380 effizienter und je nach Auslegung haben mehr Passagiere Platz, aber die Boeing 747 ist ein Augenfang und ein Klassiker. Es gibt keinen Airbus der dieses jemals ersetzen kann. Allgemein sind Boeing Flugzeuge vom Aussehen wesentlich attraktiever als Airbus Flugzeuge. MfG. Ex 727 "Driver"

  • Die Schönheit eines Flugzeugs liegt, wie bei vielen anderen Dingen auch, im Auge des Betrachters! ;)

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