Kaum gute Nachrichten aus Wolfsburg
Bei VW brennt es an vielen Ecken

Für den Volkswagen-Konzern ist die Lage derzeit alles andere als rosig: Der Start ins Jahr ist verhalten, die Kernmarke VW steckt in den Miesen und die Talfahrt auf wichtigen Märkten geht weiter.

HB WOLFSBURG. Konzernchef Bernd Pischetsrieder musste mit der Bilanz am Dienstag in Wolfsburg das schwächste Ergebnis seit über zehn Jahren vorstellen. Der Ausblick fiel gedämpft aus: Eine konkrete Prognose für 2005 gab der VW-Boss nicht. Nur so viel: Das Ergebnis werde besser ausfallen als im Vorjahr.

Dafür sollen vor allem das Milliarden-Sparpaket „ForMotion“ sorgen und der neue Chef der angeschlagenen Kernmarke VW, Wolfgang Bernhard, der diesen Job nun früher als geplant übernehmen soll.

Der Hoffnungsträger gab sich am Dienstag indes noch äußerst wortkarg. Er sei ja erst vier Wochen bei VW, deshalb wolle er sich zu seinen Plänen nicht im Einzelnen äußern. Er sei sehr „offen, freundlich und vertrauensvoll„ aufgenommen worden, sagte Bernhard, dem der Ruf vorauseilt, einer der härtesten Sanierer der Branche zu sein.

Immerhin ließ Pischetsrieder wissen, dass Bernhard nicht erst im Januar 2006, sondern bereits „deutlich früher“ den ihm zugedachten Chefsessel übernehmen soll. Den genauen Zeitpunkt verriet der Konzernlenker aber nicht, ebenso wenig die genauen Aufgaben des früheren Daimler-Chrysler-Managers. Bernhards Auftrag aber ist klar: Er soll die Kernmarke VW wieder profitabel machen - 2004 machte diese einen Verlust in Höhe von 250 bis 300 Mill. €.

Vor allem der Marke VW machen weltweit Rabattschlachten, hohe Rohstoffpreise und Kaufzurückhaltung zu schaffen. Die Situation müsse sich 2005 „drastisch“ verbessern, forderte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Ein großes Problem für VW bleibt der starke Euro. Der schwache Dollar belastete das Konzern-Ergebnis 2004 mit fast einer Milliarde Euro. Volkswagen will nun intensiver gegensteuern. Dazu sollen verstärkt Produktionskapazitäten an den vorhandenen Standorten in Mexiko und Brasilien genutzt und zudem vermehrt im Dollar-Raum eingekauft werden.

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